02.04.2008 | 13:11

In NÖ haben 99,9 Prozent der Kindergärten ganztags geöffnet

Pitzinger zu Medienberichten über das Kinderbetreuungspaket

„In Medienberichten wurde der Eindruck erweckt, dass es in Niederösterreich offenbar zu wenig Ganztagsplätze in den Kindergärten gibt. Tatsächlich werden von den 1.049 Kindergärten in Niederösterreich lediglich fünf nur halbtags geführt, kein einziger Kindergarten unterbricht mittags die Betreuung", stellt der Landesfamilienreferent beim Amt der NÖ Landesregierung, Dr. Peter Pitzinger, klar.

Ein Blick in die Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria zeigt auch, dass es in Niederösterreich durchgehend höhere Kinderbetreuungsquoten gibt als in Wien. In Niederösterreich werden 90,4 Prozent der 3- bis 5-Jährigen in Kindergärten betreut, in Wien sind es nur 80,6 Prozent. Diese hohe Besuchsquote kommt dadurch zustande, dass in Niederösterreich der Kindergarten am Vormittag gratis ist und am Nachmittag - sozial gestaffelt - höchstens 80 Euro kostet. „Überdies gibt es nur bei uns einen Rechtsanspruch auf Betreuung im Kindergarten am Nachmittag", so Pitzinger. Insgesamt besuchen in Niederösterreich 41.949 Kinder einen Kindergarten.

Auch im Bereich der unter 3-Jährigen hat Niederösterreich eine wesentliche höhere Betreuungsquote als kolportiert. Pitzinger: „Bereits jetzt werden 19 Prozent der Kinder außerhäuslich betreut, diese Quote wird im Zuge der Kindergartenoffensive bis zum Jahr 2010 auf 33,2 Prozent steigen."

Für Pitzinger ist es auch bedauerlich, dass der Bund im Zuge der 15a-Angebote zur Kinderbetreuung nicht wirklich mit den Bundesländern in Verhandlungen eingestiegen ist. Von Anfang an seien die Eckpunkte seitens des Bundes als unverhandelbar dargestellt worden. Auch beim so genannten „Gipfel" am vergangenen Montag, bei dem Pitzinger Niederösterreich vertreten hat, ist der Bund keinen Millimeter von seinen Positionen abgerückt. Auf die Argumente der Länder, die für die Kinderbetreuung zuständig sind, wurde nicht eingegangen. Auch die Kritikpunkte des gemeinsamen Positionspapiers der Bundesländer vom 3. Dezember 2007, das auch von den SPÖ-dominierten Ländern unterschrieben wurde, wurden nicht ernst genommen. Pitzinger bedauert es auch, dass sich der Bund vehement weigerte, die offenen Punkte nochmals in einer Verhandlungsrunde zu diskutieren. „Die Länder haben dazu jedenfalls ihre Bereitschaft erklärt."

 

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