11.03.2008 | 10:10

Waldviertel: Zukunftsweisende Kooperation von Bio-Bauern

Spezielle Erdäpfelsorten erzielen gute Verkaufspreise

Ein zukunftsweisendes Projekt verfolgt ein Zusammenschluss von Bio-Bauern, Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben aus dem Bezirk Gmünd. In Zusammenarbeit mit dem Bioland Bauernhof Karsten Ellenberg aus der norddeutschen Lüneburger Heide entwickeln die Waldviertler eigenes Saatgut für spezielle Erdäpfelsorten, um die Knollenfrüchte möglichst gewinnbringend vermarkten zu können. Im besonderen Klima des Waldviertels gedeihen nicht nur die bekannten heimischen Kartoffelsorten „Ditta", „Sigma" oder „Sieglinde" prächtig, sondern auch Exoten, wie „Shetland Black", „Edzell Blue" oder „Highland Burgundy Red". Für diese farbenprächtigen, geschmackvollen Erdäpfel werden in der gehobenen Gastronomie höhere Preise bezahlt.

Klimatisch bedingt wachsen die Erdäpfel im Waldviertel sehr langsam. Das ist von Vorteil, denn so haben die Knollen in der Erde länger Zeit, ihre spezielle Geschmacksvielfalt zu entwickeln. Derzeit müssen aber die Waldviertler Bio-Bauern das Saatgut für „Shetland Black" oder „Edzell Blue" noch aus Schottland, Norddeutschland oder Finnland zukaufen. Die neuartige Kooperation mit dem Bioland Bauernhof von Ellenberg zielt darauf ab, das Saatgut in Zukunft selbst zu ziehen. Derzeit werden 45 verschiedene Sorten angebaut. Die heurige Ernte ist nahezu ausverkauft.

Nähere Informationen: http://www.erpfi.at/, http://www.kartoffelvielfalt.de/.

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