03.03.2008 | 11:53

Bauvorbereitung der Umfahrung Maissau gestartet

Pröll: Maissauer Berg als „Grinzing von Niederösterreich"

An der Landesstraße B 4, der Horner Straße, nahm Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, 3. März, den Spatenstich für die archäologischen Grabungen bzw. Bauvorbereitungsarbeiten der Umfahrung Maissau vor. Damit erhält auch der letzte Ort zwischen Stockerau und Horn eine Umfahrung.

„Wir haben ab dem heutigen Tag den Weg in die Zukunft in Vorbereitung, der neue Chancen eröffnet", betonte Pröll und verwies auf die Hebung der Lebensqualität, der Sicherheit sowie der Qualität der Region als auch des Wirtschaftsstandortes. Für letzteres könne auch die kürzlich erfolgte Ansiedlung der Firma Moeller im Wirtschaftspark Ziersdorf als Indiz gelten. Im Zusammenhang mit der Attraktivierung in touristischer Hinsicht werde man künftig gemeinsam daran arbeiten, aus dem Maissauer Berg „das Grinzing von Niederösterreich" zu machen, und den alten Straßenteil entsprechend gestalten.

Die B 4 als Teilstück der großräumigen Verbindung zwischen Wien und Prag ist eine wichtige Infrastrukturverbindung von der Bundeshauptstadt ins Waldviertel. In den vergangenen Jahren wurden in diese Hauptverkehrsachse 45 Millionen Euro investiert; in den kommenden Jahren werden in den Ausbau über 30 Millionen Euro fließen. Nach dem Bau der Umfahrungen von Ziersdorf, Mörtersdorf, Mold, Seitzersdorf-Wolfpassing und der neuen Anbindung Horn Ost wird die Umfahrung Maissau jetzt die BewohnerInnen von Maissau entlasten. Auf der Ortsdurchfahrt sind derzeit noch täglich bis zu 10.000 Fahrzeuge mit einem elfprozentigen Schwerverkehrsanteil unterwegs.

Die neue Umfahrung verläuft nordöstlich von Maissau und beginnt rund 1,5 Kilometer vor dem südöstlichen Ortsbeginn mit der Anschlussstelle Maissau Ost. Nach der Querung des Weitenbaches erfolgen die Anbindungen der Landesstraßen 1150 und B 35. In weiterer Folge führt die Umfahrung nördlich der Amethystwelt vorbei und mündet rund 2 Kilometer nach dem nordwestlichen Ortsende in die bestehende Landesstraße B 4 ein. Insgesamt erstreckt sich die Straße über eine Länge von rund 6 Kilometern; die Fahrbahnbreite beträgt 12,5 Meter. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird auf der gesamten Umfahrungsstraße eine so genannte „Zwei plus Eins-Markierung" ausgeführt, wodurch Konfliktsituationen beim Überholen vermieden werden sollen. Für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr wird entlang eines Großteils der Umfahrung einseitig der Trasse ein Wirtschaftsparallelweg errichtet. Zudem werden im Zuge der Bauarbeiten neun Brückenprojekte errichtet. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis 2011 dauern.

Nähere Informationen beim NÖ Straßendienst, Gerhard Fichtinger, Telefon 02742/9005-14048.

 

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