20.02.2008 | 14:46

Bauvorbereitung für Umfahrung Wieselburg gestartet

Pröll: Kein Vorgriff auf Umweltverträglichkeitsprüfung

 

„Diese Entlastungsstraße ist seit Jahren ein Anliegen der Bevölkerung und wird über alle Parteigrenzen hinweg mit Nachdruck gefordert", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, 20. Februar, zum Start der Bauvorbereitungsarbeiten der Umfahrung von Wieselburg. Mit dem heute stattfindenden symbolischen Akt wolle man seitens des Landes verdeutlichen, dass „in der Sache etwas weitergeht und man sich vor der Wahl nicht über heikle Themen drüber schummle". Die ständige Einbindung der Bürger in das Projekt sowie die Umweltverträglichkeit seien wesentliche Kriterien für dieses Bauvorhaben, das den modernsten Standards entspreche.

Heute erfolge der Startschuss zu den Vorbereitungsarbeiten für die Umfahrung, „nicht mehr und nicht weniger", so Pröll. So wie bei anderen Großprojekten gebe es auch bei diesem Vorhaben eine effiziente ökologische Begleitkontrolle. Die Bauvorbereitung sei kein Vorgriff auf die Umweltverträglichkeitsprüfung, die in den nächsten Monaten nach allen gesetzlichen Vorschriften umgesetzt werde. Im Zuge der Errichtung der Umfahrung Wieselburg würden laut Pröll auch zahlreiche Verdachtsflächen vom Bundesdenkmalamt archäologisch untersucht.

Von der rund neun Kilometer langen Umfahrungsstraße für Wieselburg im Zuge der B 25 sind vier Gemeinden der Region betroffen. Mit Ausnahme von Petzenkirchen sprechen sich alle anderen Kommunen für den raschen Bau der Entlastungsstraße aus. Auch der Bürgermeister von Wieselburg, Landtagsabgeordneter Günther Leichtfried, gibt der vom Land Niederösterreich geplanten Umfahrungs-Variante den Vorzug: „Laut Experten wird sich mit dieser Entlastungsstraße der aktuelle Verkehr durch die Stadt um fast 50 Prozent reduzieren." Mittlerweile rollen täglich über 16.000 Autos mitten durch das Stadtgebiet von Wieselburg.

Die geplante Ost-Umfahrung von Wieselburg soll nördlich von Holzing im Bereich der Abzweigung nach Petzenkirchen beginnen und über den „Holzinger Berg" bis zur Anschlussstelle mit der Landesstraße 96 verlaufen. Nach der Überführung der ÖBB-Gleise verläuft die projektierte Umfahrung zwischen der Kläranlage und der Brauerei Wieselburg weiter über das Flussbett der Erlauf und des Mühlbaches. Im Bereich der Anschlussstelle mit der Landesstraße L 105 schwenkt die Trasse Richtung Süden und verläuft nach der Querung mit der Landesstraße L 6140 parallel zur Hochspannungsleitung über den „Rottenhauser Berg". Nach einer weiteren Brücke über die Erlauf mündet die Umfahrungsstraße nördlich der bestehenden Schottergrube Brandl in die bestehende Landesstraße B 25 ein. Die voraussichtlichen Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 46,3 Millionen Euro.

Nähere Informationen: NÖ Straßendienst, Ing. Markus Hahn, Telefon 02742/9005-14737.

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