08.02.2008 | 00:48

SP-Maßnahmenpaket im Bereich Bildung

Schabl: 5 Prozent der SchulabgängerInnen sind AnalphabetInnen

Landesrat Emil Schabl und Mag. Wolfgang Luftensteiner, Landesstellenleiter des Renner-Instituts, stellten heute, Freitag, 8. Februar, in St. Pölten das Maßnahmenpaket der SP Niederösterreich im Bereich Bildung vor. Niederösterreich verfüge über ein über Jahrzehnte gereiftes Pflichtschulwesen, allerdings seien rund 5 Prozent der SchulabgängerInnen AnalphabetInnen, 18 Prozent könnten nicht Sinn erfassend lesen und 6 Prozent hätten keinen Pflichtschulabschluss, meinte dabei Schabl.

Die gemeinsame Schule für alle 10- bis 14-Jährigen als ein pädagogisch wertvolles Modell sei ihm ein großes Anliegen, so Schabl weiter. Diese „Neue Mittelschule" solle die Selektion der SchülerInnen, die derzeit bereits mit zehn Jahren erfolge, weiter nach hinten verschieben; so könnten sie ihren Neigungen und Talenten entsprechend gefordert und gefördert werden.

Die SP Niederösterreich hätte im Jahre 2003 im NÖ Landtag das erste Mal einen Antrag auf Senkung der Klassenschüler-Höchstzahl auf 25 gestellt, in Niederösterreich würde diese Maßnahme bei rund 300 neuen LehrerInnen-Posten ein Mehr an Betreuung und Förderung der Kinder bedeuten.

Die Schulstarthilfe in Form von 100 Euro werde nur an jene Familien ausbezahlt, die zwei und mehr Kinder, darunter mindestens einen „Taferlklassler, hätten. Der Schulanfang sei aber auch für Eltern mit nur einem Kind eine große Belastung, betonte Schabl.

Zudem forderte Schabl ein flächendeckendes Angebot an Ganztags- bzw. Hortbetreuung. Diese Angebote müssten für Eltern mit geringem Einkommen kostenlos sein. Auch ein Bildungskarenz-Modell - eine Woche pro Jahr - wurde vom Landesrat vorgestellt.

 

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