01.02.2008 | 00:12

SP NÖ fordert eigenes Arbeitsmarktressort

Onodi: Arbeitsmarkt hat sich nicht erholt wie erhofft

Arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische Schwerpunkte der SP NÖ standen heute im Mittelpunkt eines Pressegesprächs mit Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi. Unter anderem wurde die Installierung eines eigenen Landesrates bzw. einer eigenen Landesrätin für das Arbeitsmarktressort gefordert. „Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen, dass sich der Arbeitsmarkt nicht in dem Ausmaß erholt hat."

Die Grundlage für diese Forderung bildet die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Jahr 2007 bzw. im Jänner 2008 sowie eine jüngst zu diesem Thema von der SP in Auftrag gegebene Studie. Für SP NÖ-Landesgeschäftsführer habe sich die Situation in Niederösterreich „durchschnittlich durchaus verbessert". Beim „Stand der vorgemerkten Arbeitslosen" von 2006 auf 2007 habe es zwar landesweit einen Rückgang um 7,3 Prozent gegeben, die Arbeitslosenquote sei von 6,9 auf 6,3 Prozent gesunken. Allerdings, so Leitner, müssten auch die über 9.000 in Schulungen befindlichen Personen berücksichtigt werden.

Zur Studie hielt SP-Klubobmann Hannes Weninger u. a. fest, dass die Klein- und Kleinstunternehmen zunehmend zum Jobmotor im Land würden. So handle es sich bei 45 Prozent der rund 75.000 Unternehmen in Niederösterreich um „Ein-Personen-Unternehmen". 44 Prozent der insgesamt 470.000 im Jahr 2007 bei der NÖ Gebietskrankenkasse gemeldeten Personen würden in einem solchen Klein- bzw. Kleinstunternehmen arbeiten. Daher müsse diesen Unternehmen nicht nur wirtschafts-, sondern auch arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitisch verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden. Weninger sprach sich u. a. für die Aufwertung der NÖ Beteiligungsgesellschaft (NÖBEG) zu einem Risikofinanzierer für KIein- und Kleinstbetriebe, die Bündelung von Beratungsleistungen der Institutionen wie ecoplus, RIZ etc., die Förderung der aktiven Standortpolitik der Gemeinden oder auch die Schaffung eines „One-Stop-Shop-Prinzips" beim Förderwesen.

Nähere Informationen: SP NÖ, Mag. Gabriele Strahberger, Telefon 02742/2255-121, e-mail gabriele.strahberger@spoe.at.

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