22.01.2008 | 14:44

LH Pröll: NÖ hat sich auf Schengen-Erweiterung gut vorbereitet

Zahl der Straftaten seit der Erweiterung um 2.000 gesunken

Erste Bilanz der Straftaten in NÖ nach der Schengen-Erweiterung: Landespolizeikommandant Arthur Reis, Sicherheitsdirektor Franz Prucher, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Militärkommandant Johann Culik (v.l.n.r.).
Erste Bilanz der Straftaten in NÖ nach der Schengen-Erweiterung: Landespolizeikommandant Arthur Reis, Sicherheitsdirektor Franz Prucher, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Militärkommandant Johann Culik (v.l.n.r.).© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die Vorbereitungen Niederösterreichs auf die Schengen-Erweiterung haben sich für Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gelohnt: „Die Zahl der Straftaten in Niederösterreich ist im ersten Monat nach der Schengen-Erweitung um rund 2.000 zurückgegangen." Der Landeshauptmann begründete diesen Rückgang in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landespolizeikommandant Arthur Reis, Sicherheitsdirektor Franz Prucher und NÖ Militärkommandant Johann Culik vor allem mit der konsequenten Grenzraumkontrolle und mit der guten Zusammenarbeit von Polizei, Bundesheer und den jeweiligen Bezirkshauptmannschaften. Dazu hätten sich die Schwerpunktkontrollen an den Transitrouten, den Bahnlinien, der Badner Bahn, dem Flughafen, den Einkaufszentren sowie in städtischen Ballungsräumen bewährt. „Auch die gute Zusammenarbeit mit den Erweiterungsländern tragen Früchte", ist Pröll überzeugt. In den Grenzregionen sind derzeit u. a. 60 Streifen mit 120 Beamten rund um die Uhr im Einsatz. Im Grenzraum zur Slowakei versehen derzeit 161 Soldaten des Bundesheeres ihren Assistenz-Einsatz.

Die Zahl der Einbrüche ist im Zeitraum 21. Dezember 2007, dem Tag der Schengen-Erweiterung, bis 21. Jänner 2008 von 1.366 auf 1.037 oder 24 Prozent gesunken. Bei den Wohnungseinbrüchen gab es einen Rückgang von 45 Prozent von 394 auf 214; bei den Diebstählen ein Minus von 39,8 Prozent von 1.403 auf 844 und bei den Firmeneinbrüchen ein Minus von 15,4 Prozent von 130 auf 110. Auch die Zahl der Geschleppten (illegal ins Land gebrachte Personen) ging um 11 Prozent von 606 auf 536 zurück.

Er, Pröll, werde dafür eintreten, dass die Kontrollen im Grenzraum weiterhin aufrecht bleiben und die Schwerpunktaktionen fortgesetzt werden. „Aufbauend auf die bisherigen Erfahrungen und vor allem im Hinblick auf die EURO 2008", betonte Pröll. In diesem Zusammenhang ersuchte der Landeshauptmann die Bevölkerung um Verständnis für die überdurchschnittliche Präsenz der Sicherheitskräfte, „die einfach notwendig ist".

Konkrete Schwerpunktaktionen in den nächsten Monaten werden die Überwachung der internationalen Transitroute Polen - Tschechien - Wien sowie die Überwachung von hochrangigen Straßen wie Ostautobahn und Südautobahn sein. Außerdem werden neuralgische Stellen verstärkt videoüberwacht. Auch hier habe man bereits sehr positive Erfahrungen gemacht, sagte Pröll, der den Sicherheitsorganen für ihre „vorbildliche Arbeit" dankte. Der Landeshauptmann zeigte sich zudem zuversichtlich, die Zahl der Personen im Flüchtlingslager Traiskirchen, wo sich derzeit rund 720 Personen befinden, absenken zu können.

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