18.12.2007 | 10:38

Kunst im öffentlichen Raum in Niederösterreich

Rückblick auf 2007 und Ausblick 2008

In Niederösterreich fanden dieses Jahr rund 20 Eröffnungen unterschiedlichster Projekte von Kunst im öffentlichen Raum statt. Realisiert wurde dabei vor allem eine Vielzahl an Platzgestaltungen: angefangen mit einer auf den Boden des Pausenhofes der Berufsschule in Mistelbach geholten Weltkugel von Alois Mosbacher über die Platzgestaltung von Lisa Holzer in Geras bis hin zu dem Kulturhausgarten samt Bühne und Gastronomie-Infrastruktur von sammersstreeruwitz in Gänserndorf und einem multifunktionalen Dorfplatz mit erweitertem Buswartehäuschen von feld72 in Paasdorf.

In Zusammenarbeit mit dem Klangturm St. Pölten bot ein Projekt von Markus Wintersberger und Eberhard Kloke neben einer interaktiven Ausstellung mehrere Performances im Stadtraum von St. Pölten. Im Rahmen der Kooperation mit den „Wellenklängen" in Lunz am See realisierten Julius Deutschbauer und Gerhard Spring eine ihrer letzten Gemeinschaftsarbeiten, den Film „Flüchtlingsdrama am Lunzer See".

Zudem wurde mit dem „Großen Zwiebelchen" von Leo Schatzl in Unterstinkenbrunn heuer erstmals eine Kreisverkehrgestaltung über Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich abgewickelt. Südlich davon entwickelte Sofie Thorsen ein ungewöhnliches Leitsystem für die Region Leiser Berge, die für ihre archäologischen Funde bekannt ist.

Im nächsten Jahr soll es in Niederösterreich wiederum mehr als 20 neue Projekte von Kunst im öffentlichen Raum geben. Die beiden Hauptstandorte sind dabei „Kunst im Garten. Die Garten Tulln" mit Arbeiten von Emese Benczúr, Ines Doujak, Nils Norman, Dan Perjovschi und Klaus Weber sowie „Kunst im Park. Schlosspark Grafenegg" mit weiteren Arbeiten von Catrin Bolt, Werner Feiersinger, Bethan Huws, Elke Krystufek, Little Warsaw, Manfred Pernice und Marjetica Potrč.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Arbeiten in neu errichteten bzw. adaptierten Gebäuden wie zum Beispiel in Pensionistenheimen oder dem Psycho-Somatischen Zentrum Eggenburg (Karin Frank, Hilde Fuchs, Martin Walde, Richard Hoeck, Irene und Christine Hohenbüchler u. a.). Für das temporäre Projekt „Was ist ein Platz?" von Hildegund Amanshauser werden ab Mai fünf Künstlergruppen in das Zentrum von Wiener Neustadt eingeladen. 2008 werden auch erstmals „Gestaltungen" von Silos durchgeführt. Dieser Aufgabe stellen sich u. a. Christian Mayer und Sonia Leimer in Laa an der Thaya sowie Christian Hutzinger in Zellerndorf. Auch die vor drei Jahren eingeführten „Landpartien zur Kunst im öffentlichen Raum" werden nächstes Jahr wieder fünf Mal angeboten.

Nähere Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Kultur und Wissenschaft, unter 02742/9005-13504, Katrina Petter, e-mail katrina.petter@noel.gv.at und http://www.publicart.at/.

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