17.12.2007 | 00:00

EVN und OMV bauen Netz an Erdgastankstellen aus

Erdgasfahrzeuge werden immer wirtschaftlicher

Die EVN und die OMV beginnen jetzt, das Netz an Erdgastankstellen in Niederösterreich dichter zu knüpfen. Derzeit sind in Österreich rund 2.000 erdgasbetriebene Kraftfahrzeuge unterwegs, aber schon 2010 könnten es laut einer Studie rund 50.000 sein. OMV, EVN und ihre Geschäftspartner wollen bis dahin österreichweit rund 200 Gastankstellen - gegenüber derzeit 82 - anbieten und damit einen nächsten Schritt in die Energiezukunft machen. Mittelfristig soll in Niederösterreich zumindest in jeder Bezirkshauptstadt eine Gastankstelle vorhanden sein. Dazu werden langfristig weitere regionale Tankstellen kommen, die Biogas aus landwirtschaftlicher Produktion anbieten.

Nach Wiener Neustadt, wo bereits im September eine öffentliche Tankstelle in Betrieb genommen wurde, bietet mittlerweile auch die OMV-Tankstelle in der Mariazellerstraße 92 in St. Pölten diesen Treibstoff an. Schon in absehbarer Zukunft soll es auch in Krems, Tulln, Korneuburg, Stockerau und Amstetten derartige Tankstellen geben.

Schon jetzt sind die Erdgasfahrzeuge den herkömmlichen Antriebsquellen in der Wirtschaftlichkeitsrechnung deutlich voraus. Um 10 Euro kann man mit Erdgas durchschnittlich mehr als 190 Kilometer zurücklegen, mit Diesel sind es rund 142 Kilometer und mit Benzin rund 114 Kilometer. Ein Umstieg auf Erdgas rechnet sich im Durchschnitt bereits nach 15.000 Kilometern. Auch bei der Reichweite haben sich die „Natural Gas Vehicles" mittlerweile deutlich verbessert. Waren bisher nur Reichweiten von rund 300 bis 400 Kilometern möglich, so gibt es mittlerweile erste Testautos, die 600 Kilometer schaffen.

Bereits diesen Sommer hatte die EVN auf dem Gelände der ÖBB-Postbus-Verkehrsstelle eine Erdgastankstelle in Betrieb genommen. In St. Pölten sind derzeit fünf Erdgasbusse unterwegs, Ziel ist es, Schritt für Schritt alle 23 Stadtbusse auf diese umweltfreundliche Technologie umzustellen. An der Post-Tankstelle werden auch Erdgasfahrzeuge des Landes, des städtischen Fuhrparks sowie der EVN betankt.

Für den Betrieb der Betankungsanlage wird Erdgas direkt aus dem normalen Erdgasnetz entnommen. Es wird auf rund 200 bar komprimiert und in Druckbehältern zwischengelagert. Über die Zapfsäule wird dann „compressed natural gas" direkt ins Fahrzeug getankt. Der aktuelle Preis liegt bei 0,898 Euro pro Kilogramm. Ein Kilo „compressed natural gas" entspricht rund 1,5 Litern Benzin bzw. 1,4 Litern Diesel. Im Vergleich zu Benzin fährt man somit rund um die Hälfte billiger.

Nähere Informationen: http://www.ecoplus.at/, http://www.evn.at/, http://www.omv.at/, http://www.erdgasauto.at/.

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