13.12.2007 | 11:49

LH Pröll: Früherer Baubeginn der Marchfeld-Schnellstraße

Land übernimmt Vorfinanzierung des ersten Abschnittes

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesminister Werner Faymann fixierten heute den Baubeginn der Marchfeld-Schnellstraße mit 2011. Im Bild auch die beiden ASFINAG-Vorstände Dipl.Ing. Alois Schedl (links) und Dr. Klaus Schierhackl (rechts)
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesminister Werner Faymann fixierten heute den Baubeginn der Marchfeld-Schnellstraße mit 2011. Im Bild auch die beiden ASFINAG-Vorstände Dipl.Ing. Alois Schedl (links) und Dr. Klaus Schierhackl (rechts)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Der Bau der Marchfeld-Schnellstraße (S 8) beginnt vier Jahre früher als ursprünglich geplant, und zwar bereits 2011 und nicht wie im Rahmenverkehrsplan vorgesehen 2015. Realisiert wird die so genannte „Bürgermeistertrasse". Das gaben Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesminister Werner Faymann heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt.

Möglich geworden ist dieser frühere Baubeginn vor allem durch die Unterstützung des Landes. „Das Land Niederösterreich übernimmt die Vorfinanzierung des ersten Teils der Trasse bis Gänserndorf in der Größenordnung von 300 Millionen Euro", so Pröll. Dem Land werden dadurch 40 bis 45 Millionen Euro Zinskosten anfallen. In Summe kostet die rund 33 Kilometer lange Marchfeld-Schnellstraße 600 Millionen Euro.

Vom Bau dieser Schnellstraße erwartet sich der Landeshauptmann vor allem eine bessere Anbindung der Region an Zentren wie Wien und Bratislava. Pröll: „Derzeit braucht man zum Beispiel von Deutsch-Wagram zum Flughafen Schwechat 45 bis 60 Minuten. Künftig soll der Flughafen - auch nach Fertigstellung des Ringes um Wien - bereits in 15 Minuten erreichbar sein." Auch für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und für Betriebsansiedlungen sei dieses Vorhaben wichtig. Darüber hinaus würden die Orte der Region vom Verkehr entlastet und somit auch die Sicherheit und Lebensqualität erhöht. Als Beispiel nannte der Landeshauptmann die Spange Kittsee. „Seit der Eröffnung dieses Straßenstückes hat sich der Lkw-Verkehr in der Gemeinde Berg um 90 Prozent verringert." Faktum sei es auch, dass Autobahnen die sichersten Straßenzüge sind, so Pröll.

Die „gute und konstruktive Zusammenarbeit" mit dem Land sei eine wesentliche Voraussetzung für die raschere Realisierbarkeit dieses Vorhabens. Die im Vergleich zur Südtrasse längere „Bürgermeistertrasse" sorge zudem für Mehreinahmen bei der Lkw-Maut. Unter Berücksichtigung aller Behördenverfahren (UVP etc.) sei 2011 der frühest mögliche Baubeginn für die S 8, sagte Faymann.

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