19.11.2007 | 00:41

Verkehrsfreigabe A 6 Nordostautobahn - Spange Kittsee

Pröll: Unglaubliche Standortaufwertung für Niederösterreich

Nordostautobahn A 6 feierlich eröffnet: Im Bild LH Dr. Erwin Pröll, Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, LH Hannes Niessl, Bundesminister Werner Faymann und ASFINAG-Vorstandsdirektor Dipl.Ing. Alois Schedl (v.l.n.r.)
Nordostautobahn A 6 feierlich eröffnet: Im Bild LH Dr. Erwin Pröll, Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, LH Hannes Niessl, Bundesminister Werner Faymann und ASFINAG-Vorstandsdirektor Dipl.Ing. Alois Schedl (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Am Grenzübergang Kittsee erfolgte heute, 19. November, die Verkehrsfreigabe für die A 6 Nordostautobahn - Spange Kittsee. Auf einer Länge von 21,8 Kilometern verbindet sie die A 4 Ostautobahn vom Knoten Bruckneudorf mit dem Grenzübergang Kittsee. Die Bauzeit betrug drei Jahre (Spatenstich war am 26. November 2004), die Kosten liegen bei 146 Millionen Euro. Es wurden auch 36 der ursprünglich budgetierten 182 Millionen Euro, das sind 20 Prozent, eingespart.

Die A 6 führt über 37 Brücken, ist voll ausgebaut, mit jeweils zwei Richtungsfahrbahnen mit baulicher Mitteltrennung und Pannenstreifen. Zwei der Anschlussstellen - Kittsee und Potzneusiedl - sind erstmals in Österreich als Kreisverkehr über der Autobahn ausgeführt. Bis dato haben rund 15.000 Fahrzeuge die Ortschaften entlang des untergeordneten Straßennetzes passiert.

Die Ertüchtigung der Verkehrsinfrastruktur sei eine der effizientesten Möglichkeiten, dass Europa zusammenwachse, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bei dem Festakt. Die A 6, die zu einem Drittel auf niederösterreichischem Gebiet liegt, bringe eine unglaubliche Standortaufwertung für das gesamte Bundesland und eine Intensivierung der Kommunikation zwischen Niederösterreich und dem Raum Bratislava. Im Sinne einer optimalen Verbindung müssten aber Straße und Schiene sowohl nördlich als auch südlich der Donau ertüchtigt werden. Punkto Sicherheit und Lebensqualität würde durch das Verbot überregionaler Lkw-Fahrten die Bevölkerung der Gemeinden u. a. entlang der B 9 aufatmen.

Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl betonte, die Spange Kittsee erfülle eine wichtige Voraussetzung für die Zukunftsregion im Herzen Europas. Außerdem solle „CENTROPE" die wachstumsstärkste Region Mitteleuropas werden.

Minister Werner Faymann erinnerte daran, dass diese internationale Verkehrsverbindung 18 Jahre lang diskutiert worden sei. Die Verbindung Wien - Bratislava werde in guter und enger Abstimmung auch im Bereich Schiene mit Hochdruck betrieben.

Der slowakische Verkehrsminister Ing. Lubomir Vazny sagte, diese erste Autobahnanbindung an ein europäisches Land sei von großer Bedeutung für die Slowakei, sie erleichtere nicht nur den Warenaustausch, sondern unterstütze auch Tourismus und Industrie.

Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer erwartet sich von der neuen Verkehrsverbindung das Entstehen einer neuen Wachstumszone zwischen Wien und Bratislava und absolute wirtschaftliche Prosperität. Diese hervorragende Verkehrsverbindung, der Wegfall der Schengen-Grenze und die bald gemeinsame Währung seien die besten Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit.

Dr. Robert Fico, Ministerpräsident der Slowakischen Republik, meinte, die Region habe sich in den letzten zwanzig Jahren hervorragend entwickelt. Hinsichtlich der Verschiebung der Schengen-Grenze sei Sicherheit garantiert, für die Einführung des Euro per 1. Jänner 2009 hoffe er auf weitere Unterstützung durch die Republik Österreich.

 

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