16.11.2007 | 13:08

LH Pröll: Startschuss für Bau der Donaubrücke Traismauer

Schneechaos: In Extremsituationen Entscheidungen nicht dezentralisieren

Startschuss für den Bau der Donaubrücke Traismauer: Heute, 16. November, fand auf dem Schiff der MS Austria als symbolischer Akt die offizielle Grundsteinlegungsfeier für die Errichtung der Donaubrücke Traismauer statt. Dabei unterstrich Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Bedeutung dieses Bauwerkes für die Orte dies- und jenseits der Donau. „Diese Region wird damit nicht nur besser an den Wiener Zentralraum angebunden. Hier wird mit dieser Brücke auch die Chance geboten, sich als attraktives Wirtschaftszentrum zu etablieren." Ziel sei ein konfliktfreies Miteinander von Natur-, Lebens- und Wirtschaftsräumen.

Die ständige Einbindung der Bürger in das Projekt sowie die Umweltverträglichkeit sind wesentliche Kriterien für dieses Bauvorhaben, das den modernsten Standards entspreche, so Pröll. So wie bei anderen Großprojekten gebe es auch bei diesem Vorhaben eine ökologische Begleitkontrolle. Zudem stelle die neue Brücke eine leistungsfähige Verkehrsverbindung zwischen der nördlich der Donau verlaufenden Schnellstraße S 5 und der Schnellstraße S 33 am südlichen Ufer her. Auch schließe die Donaubrücke künftig eine weitere Lücke im Autobahn- und Schnellstraßenring um Wien, den so genannten Regionenring. Dazu bringe beispielsweise die Donaubrücke Traismauer für die Anrainer in den Orten entlang der B 19 und der B 1 eine wesentliche Lärm- und Immissionsentlastung.

Zum Schneechaos auf der A 21 Wiener Außenring-Autobahn sagte Pröll, dass er immer gewarnt habe, die Betreuung des Autobahn- und Bundesstraßennetzes zu trennen. Die Koordination habe in der Krise nicht im gewünschten Ausmaß funktioniert. Einmal mehr habe sich gezeigt, wie wichtig es in Extremsituationen sei, Entscheidungen zu dezentralisieren, so Pröll.

Infrastrukturminister Werner Faymann sprach sich in diesem Zusammenhang für schärfere Lkw-Kontrollen bereits an der Grenze Österreichs aus. Die neue Donaubrücke Traismauer verbindet für Faymann zwei leistungsfähige Schnellstraßen. Damit könnten in Zukunft auch Umwegfahrten von Kraftfahrzeugen über die bestehende Kremser Donaubrücke vermieden werden, was auch der Umwelt zugute komme.

Die Trasse der Donaubrücke Traismauer schwenkt im Bereich zwischen Wagram und Hollenburg von der bestehenden S 33 Kremser Schnellstraße ab und quert anschließend die Donau. Die Länge der Donaubrücke inklusive der Vorlandbrücken beträgt insgesamt 1.125 Meter. Im weiteren Verlauf führt die Trasse östlich am Donaudorf vorbei und bindet nach der Querung des Kamps zwischen Grunddorf und Jettsdorf an die S 5 Stockerauer Schnellstraße an.

Entlang der Trasse werden insgesamt 24 Brückenobjekte errichtet, wobei die Strombrücke mit einer Länge von 356 Metern, die Vorlandbrücke Süd mit einer Länge von 320 Metern und die Vorlandbrücke Nord mit einer Länge von 449 Metern die größten Brückenobjekte darstellen. Die Gesamtkosten inklusive der Vorarbeiten und aller notwendigen Anbindungen sowie die Grundeinlöse, Planung, Bau- und Projektmanagement belaufen sich auf 170 Millionen Euro. Die Verkehrsfreigabe ist für 2010 geplant.

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