07.11.2007 | 00:29

11. Konjunkturgespräch im NÖ Landhaus

Pröll: Soziale Verantwortung und Logistikförderung

Die Konjunkturgespräche mit ihren wichtigen Anregungen von Wirtschaftspraktikern im Spektrum von Global Playern bis zu kleinen familiären Gewerbebetrieben seien zu einem wesentlichen Instrument der niederösterreichischen Wirtschaftspolitik geworden, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, 7. November, nach dem mittlerweile 11. Konjunkturgespräch im NÖ Landhaus in St. Pölten. Dass Niederösterreichs Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent im Jahr 2006 bzw. einer Prognose von 3,6 Prozent für 2007 ungefähr doppelt so hoch sei wie in den anderen Bundesländern der Ostregion, spreche für die Tüchtigkeit der Unternehmer und die Effizienz der wirtschaftpolitischen Maßnahmen.

Als Konsequenz aus dem heutigen Gespräch kündigte der Landeshauptmann zum einen die Installierung einer eigenen Logistik-Abteilung innerhalb der Wirtschaftsagentur ecoplus an, weil der Bereich Logistik immer größere Bedeutung punkto Betriebswirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen erlange. Die Aufgaben dieser Abteilung sollen neben der Beratung von Betrieben auch im Ausarbeiten von Vorschlägen für entsprechenden Infrastrukturausbau liegen.

Als zweite Schlussfolgerung aus dem Konjunkturgespräch nannte Pröll eine Kombination aus wirtschaftlicher Dynamik und sozialer Verantwortung. So sei etwa das gesellschaftspolitische Ziel des sicheren, barrierefreien und selbstständigen Älterwerdens in den eigenen vier Wänden auch eine große Chance für Unternehmen, die in diesem Segment tätig seien. Neben Anreizen im Bereich der Förderung kann sich der Landeshauptmann dabei ebenso vorstellen, diesem Umstand - analog dem ökologischen Bauen und Wohnen - auch in der Bauordnung Rechnung zu tragen.

Von den weiteren Teilnehmern des Konjunkturgespräches meinte etwa Karl Götz von der Quehenberger Solutions GmbH, gerade in Niederösterreich sei ein deutlicher Aufschwung zu verspüren. In Bezug auf den Facharbeitermangel seien Flexibilität und Belastbarkeit zu fordern. Auch Gerhard Griller von der Gebauer & Griller Kabelwerke GesmbH. zeigte sich angesichts voller Auftragsbücher für das nächste Jahr zuversichtlich. Hinsichtlich der Arbeitslosenzahlen meinte er, durch Innovationen und Förderung könnten mehr Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden, Arbeitslose seien aber nicht 1 : 1 als Facharbeitskräfte einzusetzen.

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