06.11.2007 | 13:48

Ehrenzeichenüberreichung an verdiente Landsleute

Pröll: Schengenerweiterung darf kein Sicherheitsrisiko sein

Im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St. Pölten fand heute, 6. November, eine Ehrenzeichenüberreichung an verdiente Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher statt. Dabei konnte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll 29 Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich, sieben Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich sowie ein Bundes-Ehrenzeichen vergeben. Zusätzlich überreichte der Landeshauptmann noch vier Gedenkmedaillen des Landes Niederösterreich und acht Berufstitel.

„Der Sitzungssaal des NÖ Landtages ist heute voll von Menschen, die in den vergangenen Jahren mehr als ihre Pflicht erfüllt haben", betonte Pröll. Im Blick zurück zeige sich, dass im Land dank der Arbeit dieser Landsleute viel weiter gegangen sei und Niederösterreich nach Jahrzehnten am Eisernen Vorhang selbstbewusst aus dem Schatten Wiens getreten sei. Niederösterreich verzeichne heute ein Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent, was weit über dem österreichischen Durchschnitt liege und doppelt so hoch sei wie in Wien oder dem Burgenland.

Für den Landeshauptmann lässt diese Entwicklung einigen Spielraum für Maßnahmen in anderen Bereichen. So habe beispielsweise das Land in der Bildungspolitik seinen eigenständigen Weg fortgesetzt und als erstes Bundesland Bildungsregionen geschaffen und die Klassenschülerhöchstzahl gesenkt. Zudem werde es künftig für Familien das Angebot geben, auch Kinder, die zwischen zweieinhalb und drei Jahren alt sind, in niederösterreichischen Kindergärten betreuen zu lassen. Damit habe Niederösterreich wieder einmal eine Vorreiterrolle eingenommen, wenn es um die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehe.

„Auch wenn die Schengengrenze nach außen verlagert wird, ist es für Niederösterreich undenkbar, dass der Assistenzeinsatz des Bundesheeres sofort endet", meinte Pröll zur aktuellen Diskussion um die Grenzsicherung. Auch die Dichte der Grenzpolizei müsse noch bis ins nächste Jahr aufrecht bleiben, damit der Sicherheitsgürtel auch auf dem Weg in die Zukunft dicht geknüpft bleibe. Die Beamtinnen und Beamten seien notwendig, um nach dem Ende der Grenzkontrollen eine umfassende Grenzraumkontrolle gewährleisten zu können. 

Zur lebendigen Kulturarbeit meinte der Landeshauptmann, dass Niederösterreich auf die über 400.000 Besucher bei der Landesausstellung „Feuer & Erde" sowie auf die fast 200.000 Besucher bei der Kreuzritter-Ausstellung auf der Schallaburg stolz sein könne. Diese aktive Kulturszenerie hätte für nachhaltige Impulse in der Region gesorgt, nicht nur bei den Nächtigungszahlen, sondern auch in Form einer Steigerung der Absätze in der Gastronomie und in zahlreichen weiteren Branchen. 

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