05.11.2007 | 00:57

Spatenstich für „City-Tunnel"

Pröll: Verkehr durch Stadt darf Stadt nicht trennen

Spatenstich für den „Citytunnel“ in Waidhofen an der Ybbs: Im Bild Bürgermeister Wolfgang Mair, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Straßenbaudirektor Rudolf Gruber v.l.n.r.
Spatenstich für den „Citytunnel“ in Waidhofen an der Ybbs: Im Bild Bürgermeister Wolfgang Mair, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Straßenbaudirektor Rudolf Gruber v.l.n.r.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

In Waidhofen an der Ybbs nahm Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, 5. November, den Spatenstich für den Bau des „City-Tunnels" vor, der im Zuge der Landestraße B 31 errichtet wird und ab dem Jahr 2012 Teile der Statutarstadt vom Verkehr entlasten soll. Durch diesen Tunnel wird eine Reduzierung der Verkehrsbelastung von bisher 70 Prozent erwartet; rund 1.500 AnrainerInnen sollen davon direkt profitieren. 

„Im Bundesland Niederösterreich werden nicht nur überregionale Straßen ausgebaut. Auch die Infrastruktur abseits der Hauptverbindungen wird ertüchtigt, damit in den Tälern eine entsprechende Standortqualität gewährleistet ist", betonte Pröll. Zudem verbessere der neue Tunnel die Sicherheit und Lebensqualität vor Ort und ermögliche auch die Kommunikation von Mensch zu Mensch. Pröll: „Der Verkehr durch die Stadt darf die Stadt nicht trennen." Erfreut zeigte sich der Landeshauptmann auch über die mehr als 400.000 BesucherInnen bei der Landesausstellung in Waidhofen an der Ybbs und St. Peter in der Au. Sowohl diese Landesausstellung als auch der Spatenstich für den „City-Tunnel" würden zeigen, dass hier in den vergangenen Jahren - parallel zum „neuen Niederösterreich" - ein „neues Waidhofen an der Ybbs" entstanden sei.

Die Idee zu diesem neuen Tunnelprojekt wurde bereits Mitte der neunziger Jahre geboren. Vor 11 Jahren wurde zunächst der „Schillerparktunnel" errichtet. Der „City-Tunnel" wird eine Gesamtlänge von rund 1,5 Kilometern haben. Im Zuge der Errichtung werden auch ein vierstrahliger und ein dreistrahliger Kreisverkehr sowie eine neue Brücke für die Ybbstalbahn errichtet. Die Ein- und Ausfahrtsbereiche der Tunnelportale werden mit hoch absorbierenden Lärmschutzwänden ausgestattet werden.

Für Einsatzorganisationen wird etwa in der Tunnelmitte eine eigene Zu- und Ausfahrtsmöglichkeit geschaffen. Dazu gibt es an beiden Fahrbahnseiten rund 40 Meter lange Fahrbahnbuchten. Alle 250 Meter werden begehbare und behindertengerechte Verbindungen ins Freie errichtet. Zudem ist der Tunnel alle 250 Meter mit Notrufnischen und alle 125 Meter mit Feuerlöschnischen ausgestattet. Die beiden Richtungsfahrbahnen werden außerdem durch eine doppelte Sperrlinie und Reflektoren voneinander getrennt.

Im heurigen Jahr werden noch die Rodungsarbeiten und die Stromzuleitungen an den Tunnelportalen durchgeführt. Im Frühjahr 2008 soll mit den Lärmschutzeinrichtungen begonnen werden. Auch sechs Häuser werden mit Lärmschutzfenstern ausgestattet. Mit dem Beginn der Tunnelarbeiten ist Anfang Mai 2008 zu rechnen. Mit der Verkehrsfreigabe ist im Frühling 2012 zu rechnen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 44,4 Millionen Euro.

 

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