30.10.2007 | 10:10

Grenzüberschreitende Cluster für Mitteleuropa geplant

Gabmann: Netzwerke stärken das „Wir-Gefühl"

Auch die Europäische Union hat den nachhaltigen Erfolg der niederösterreichischen Cluster für Technologietransfer und Innovation erkannt und will dieses wirtschaftliche Entwicklungspotenzial nun auch für ganz Europa nutzen. Ende November wird deshalb in Brüssel ein Agreement über ein so genanntes „CEE-ClusterNetwork" unterzeichnet. Dieses soll bereits bestehende Cluster in elf Regionen Mitteleuropas miteinander verbinden und den Zugriff auf die Strukturförderungsfonds der EU schaffen. Zur Vorbereitung und inhaltlichen Abstimmung möglicher Gemeinschaftsprojekte fand kürzlich im Palais Niederösterreich in Wien eine zweitägige Konferenz statt. Teilnehmer waren Clustermanager aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Südtirol sowie aus Slowenien, Ungarn, Polen, Kroatien, Serbien, Tschechien und der Slowakei.

Für die Startphase wurden 13 Pilotprojekte für eine grenzüberschreitende Kooperation erarbeitet. Als aussichtsreich gelten vor allem koordinierte Forschungsbemühungen, der Austausch von Facharbeitskräften, die Einrichtung von Service-Plattformen für Schulungen und die gemeinsame Erschließung von Drittmärkten. Auch eine Art „Mentoring"-Programm - eine begleitende Beratung bereits bestehender Cluster für erst im Aufbau begriffene - ist geplant.

Niederösterreich verfügt im internationalen Vergleich über eine bemerkenswerte Cluster-Dichte und ist dabei in den Bereichen Wellness, Holz, Ökobau, Kunststoff und Lebensmittel aktiv. Im Zusammenhang mit dem „CEE-ClusterNetwork" für Mitteleuropa hebt Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann die Bedeutung der regionalen Zusammenschlüsse für das „Wir-Gefühl" hervor. Von gesetzlichen Regelungen bei der Koordinierung der regionalen, nationalen bzw. länderübergreifenden Zusammenarbeit hält Gabmann hingegen nichts.

Nähere Informationen: http://www.ecoplus.at/.

 

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