29.10.2007 | 13:20

LH Pröll: Zusätzliche A 2-Anschlussstellen in Niederösterreich

Grenzsicherung soll aufrecht bleiben

Die A 2 Südautobahn erhält zwei neue Anschlussstellen, kündigte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute in Wiener Neustadt in einem Pressegespräch anlässlich des VP-Industrievierteltages an. Der Spatenstich für den Bau der Anschlussstelle Industriezentrum Wiener Neudorf Süd erfolgt bereits am 22. November dieses Jahres. 2009 soll mit dem Bau der Anschlussstelle Bad Vöslau begonnen werden. Auch der Bau des Umfahrungsringes Wiener Neustadt werde vorangetrieben, so Pröll. Wiener Neustadt soll damit die erste Stadt Niederösterreichs sein, die auf einem eigenen Ring umfahren werden kann.

Auf der Badner Bahn sind eine Taktverdichtung und die Ausweitung der Betriebszeiten vorgesehen. Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist die Anbindung des Flughafens an die Ostbahn und damit an Pressburg und Budapest. Parallel zur „Götzendorfer Spange" ist auch eine Umfahrung für Schwadorf geplant. Pröll: „Bis 2015 soll der Flughafen Schwechat per Bahn aus allen Landesvierteln ohne Umsteigen erreichbar sein."

Mit Schwerpunktkontrollen, insbesondere im Stadtumland und in Städten, soll in den nächsten Wochen und Monaten den so genannten Dämmerungseinbrüchen der Kampf angesagt werden. Wie überhaupt das Thema Sicherheit im Industrieviertel einen besonderen Stellenwert einnimmt. Die Anti-Korruptionsakademie in Laxenburg sei auf Schiene, in Mödling werde sich künftig eine Außenstelle des Landeskriminalamtes befinden, so der Landeshauptmann weiter. Darüber hinaus wird an der Fachhochschule Wiener Neustadt ein neuer Lehrgang zum Thema „Sicherheit" angeboten.

Pröll bekennt sich auch zur Aufrechterhaltung der derzeitigen Sicherheitsstandards an der Grenze, auch nach der Erweiterung der Schengen-Außengrenze. „Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres und der Einsatz von Polizeikräften muss bis auf Weiteres aufrecht bleiben, auch im Hinblick auf die EURO 2008", betonte Pröll. Das Thema Sicherheit an der Grenze werde auch ein Thema beim morgigen Treffen mit der ungarischen Außenministerin in Budapest sein, kündigte der Landeshauptmann an.

Ingesamt habe sich das Industrieviertel in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Seit 2003 konnten in diesem Landesviertel 162 neue Betriebe angesiedelt und rund 3.200 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Darüber hinaus sei Niederösterreich, so Pröll, das einzige Bundesland, in dem die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl in den ersten Klassen der Volksschulen, der Hauptschulen und der Polytechnischen Schulen „auf Punkt und Beistrich" umgesetzt wurde. Dadurch konnten im Industrieviertel 77 zusätzliche Schulklassen geschaffen und 94 zusätzliche Pädagogen eingestellt werden.

Ab 2008 können außerdem Zweieinhalbjährige in Niederösterreich einen Kindergarten besuchen. „Ein Angebot und keine Zwangsbeglückung", sagte Pröll. Notwendige Investitionen der Gemeinden werden bis zu 75 Prozent durch direkte Förderungen bzw. durch Zinsenzuschüsse unterstützt. Im Industrieviertel gibt es derzeit 15.351 Kinder in 331 Kindergärten; 90 Prozent der Kindergärten bieten auch eine Nachmittagsbetreuung an.

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