17.10.2007 | 00:43

LH Pröll: UVP für Umfahrung Wieselburg wird sofort gestartet

Geplanter Baubeginn 2009/2010

„Wir werden die Planungen für den Bau der Umfahrung Wieselburg umgehend in Angriff nehmen. Es kann nicht sein, dass eine Gemeinde, die sich nach wie vor bei diesem für die Region so wichtigen Vorhaben querlegt, alle anderen Kommunen in Geiselhaft nimmt", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute in einem Pressegespräch in St. Pölten anlässlich des „Mostvierteltages der VP-NÖ".

Von der rund neun Kilometer langen Umfahrungsstraße im Zuge der B 25 Erlauftal Straße sind vier Gemeinden der Region betroffen. Mit Ausnahme von Petzenkirchen, die Umfahrungsstraße geht laut Pröll rund 300 Meter durch dieses Gemeindegebiet, sprechen sich alle anderen Kommunen für den raschen Bau der Umfahrungsstraße aus. Das Stadtgebiet von Wieselburg soll mit dieser Straße vom Verkehr entlastet werden, und zwar um rund 50 Prozent.

Das UVP-Verfahren für das eingereichte Projekt wird deshalb umgehend begonnen. „Unser Ziel ist es", so Pröll, „in der zweiten Hälfte 2009 bzw. spätestens Anfang 2010 mit dem Bau dieser Umfahrungsstraße zu beginnen."

Der Landeshauptmann will sich auch weiterhin massiv für den Ausbau der Ost-West-Achse einsetzen. Pröll: „Der viergleisige Ausbau der Westbahn bietet die Chance, täglich 4.000 bis 5.000 Lkw von der Straße auf die Schiene zu verlagern." Mit der Fertigstellung der Hochleistungstrecke wird St. Pölten von Wien aus in etwa 25 Minuten erreichbar sein. Und neben dem Erlauftal sollen auch das Ybbstal und das Traisental rascher ans hochrangige Verkehrsnetz (Westautobahn, Westbahn) angeschlossen werden. Waidhofen an der Ybbs soll von St. Pölten aus künftig in 55 bis 60 Minuten (bisher 70 bis 75 Minuten) erreichbar sein. Die Fahrzeit für die Strecke St. Pölten - Lilienfeld um die Hälfte auf 15 Minuten reduziert werden. Diese Fahrzeitreduktion wird vor allem durch den Bau der S 34 ermöglicht. Pröll favorisiert hier die Osttrasse, die damit die B 20 entlasten wird.

Die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl mit Beginn des heurigen Schuljahres hat allein im Mostviertel 90 zusätzliche Klassen ermöglicht. Auch 48 zusätzliche Pädagogen konnten eingestellt werden. Er, Pröll, werde aber alles daransetzen, dass die Gesamtschule nicht Wirklichkeit wird. Im Mostviertel müssten dann 34 der 52 Hauptschulstandorte zusperren.

„Um die Lücke zwischen Karenz und Eintritt in den Kindergarten zu schließen", wie der Landeshauptmann sagte, wird in Niederösterreich ab 2008 der Kindergarten auch für Zweieinhalbjährge geöffnet. Die Gemeinden erhalten für die Schaffung des erforderlichen Raumbedarfes zusätzliche finanzielle Mittel. Laut Pröll sind 75 Prozent der Gesamtkosten direkt oder indirekt förderbar.

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