11.10.2007 | 09:25

25 Jahre „Akademie für Umwelt & Energie"

Plank: Erneuerbare Energie und Klimaschutz als Zukunftsfragen

Im Rahmen der Festveranstaltung „25 Jahre - Von der Akademie in Laxenburg zur Akademie in St. Pölten" fand gestern, 10. Oktober, im Landtagssaal in St. Pölten auch die Preisüberreichung des Wettbewerbes „Energy Globe Austria" statt. 1982 wurde die Akademie für Umwelt und Energie in Laxenburg gegründet. In den neunziger Jahren wurde diese Einrichtung in die nun bestehende NÖ Landesakademie als Bereich Umwelt und Energie übergeführt.

Welche Chance die Nutzung von Erneuerbarer Energie für das Land eröffnet und inwieweit Klimaschutz, das Treibhausproblem oder die Niedrigenergiebauweise Themen der Zukunft sind, darüber referierten und diskutierten bei dieser Veranstaltung u. a. Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank, Dipl.Ing. Dr. Ulla-Petra Freilinger vom Umweltamt der Stadt Mödling sowie Marktforscherin Dr. Sophie Karmasin.

Plank skizzierte die Strategie des Landes im Bereich der Umwelttechnologie und der Energiepolitik. Prinzipiell gehe es bei diesen Zukunftsfragen um die Stärkung der gut eingespielten Struktur der NÖ Landesakademie sowie um eine starke Vernetzung von Landwirtschaft, Erneuerbarer Energie, Klimaschutz und Energiesparen. Dabei werde das Ziel verfolgt, den Energieverbrauch zu senken und alle Akteure wie die Gemeinden, das Klimabündnis oder auch die „Denkwerkstatt" NÖ Landesakademie einzubinden. Erklärter energiepolitischer Vorsatz auf dem Weg in die Zukunft sei es, die Erzeugung von Strom und Wärme aus nachwachsenden Energieträgern auf Grund der Rohstoffknappheit zu forcieren sowie den Einsatz fossiler Energie auf das unbedingt notwendige Maß zu reduzieren. Um dies zu erreichen, seien Anstrengungen von der internationalen Ebene bis zur Gemeinde notwendig, meinte Plank.

Als weitere Schwerpunkte nannte Plank die Themen Erneuerbare Energie und Energieverbrauchssenkung, Steigerung der Energieeffizienz und nachhaltige Klimapolitik. Um beispielsweise das Potenzial der Energieeffizienz noch besser auszuschöpfen, habe das Land u. a. das „Energiemodell Niederösterreich" gestartet. Dabei gibt es für alle, die ein Haus bauen oder sanieren, kostenlose Tipps und Informationsmaterial zu neuen Solaranlagen, Fenstersanierungen oder Stromsparen im Haushalt. Auch das Bekenntnis zum Klimaschutz in der NÖ Landesverfassung habe sich schon in der Vergangenheit in Maßnahmen wie etwa der Forcierung der Niedrigenergie- und Passivhausbauweise niedergeschlagen, so Plank.

Gewinner beim „NÖ Energy-Globe 2007" ist das Projekt „Energy savings from intelligent metering and behavioural change" der Energieagentur der Regionen. Im Zuge dieses Projektes wird versucht, Energie, Wasser, Geld und Kohlendioxid auf Grund einer Veränderung des Nutzerverhaltens einzusparen. Dabei werden die Energie- und Wasserverbrauchsdaten durch neuartige Zähler alle 15 Minuten aufgezeichnet und ausgewertet. Der zweite Preis ging an das Kompetenzzentrum für angewandte Elektrochemie (ECHEM) für das Projekt „Einsatz eines hybriden Antriebssystems". Der dritte Preis wurde an den Österreichischen Fertighausverband überreicht, der umfassende Schulungen zur Planung und Berechnung für Passivhäuser initiierte. 

Nähere Informationen: http://www.energyglobe.at/.

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