08.10.2007 | 11:53

LH Pröll: Internationales Sicherheitszentrum am Tüpl Allentsteig

Weiterer Investitionsschub für das Waldviertel

„In Niederösterreich geht was weiter!" Die Region Waldviertel ist für Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ein Beispiel dafür. Und soll durch den Ausbau des Truppenübungsplatzes Allentsteig zu einem internationalen Sicherheitszentrum für Aus- und Weiterbildung zusätzliche Impulse erhalten. Auch ein Simulations- und Testzentrum für militärische Einrichtungen sowie Einrichtungen für den Katastrophenschutz sollen hier etabliert werden, wie Pröll heute im Zuge der Viertelspressekonferenz in Zwettl betonte.

In Summe werden am Truppenübungsplatz Allentsteig in den nächsten zehn Jahren 120 Millionen Euro investiert. „Ohne jedoch", wie der Landeshauptmann unterstrich, „Landwirtschaft, Forst und Jagd in der Region zu beeinträchtigen". Zu den bereits 600 Arbeitsplätzen am Truppenübungsplatz sollen im Endausbau 200 bis 300 zum Teil technologieorientierte Arbeitsplätze dazukommen.

Seit 2003 konnten laut Pröll im Waldviertel 34 Betriebe mit rund 600 zusätzlichen Arbeitsplätzen angesiedelt werden. Darüber hinaus soll die Erreichbarkeit der Region weiter verbessert werden. Etwa durch die Anbindung der Franz Josephs-Bahn an die Schleife Tullnerfeld im Zuge des Ausbaues der Westbahn.

Großes Potenzial sieht Pröll auch im weiteren Ausbau des Gesundheitstourismus im Waldviertel. Das in Bau befindliche Kurzentrum in Traunstein (Investitionen 16 Millionen Euro) und das Präventivmedizinische Zentrum in Ottenschlag (Investitionen 22 Millionen Euro) werden 2008 in Betrieb gehen. Traunstein schafft 70, Ottenschlag 90 Arbeitsplätze. Beide Einrichtungen sollen für zusätzliche 120.000 Nächtigungen pro Jahr in der Region sorgen.

Weiters ermöglichte die Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen 35 zusätzliche Schulklassen im Waldviertel. Entschieden abgelehnt wird von Pröll die von der SP forcierte Gesamtschule. „Damit wird nach unten nivelliert. Die Gesamtschule ist auch ein Schulvernichtungsprogramm", so Pröll. Allein im Waldviertel müssten dann zwei Drittel der Schulen zusperren, ist der Landeshauptmann überzeugt.

Ein weiteres Anliegen ist Pröll, das Waldviertel in den nächsten 10 bis 15 Jahren energieautark zu machen. Im Waldviertel befänden sich bereits 84 Biomasseanlagen in Betrieb (rund 30 Prozent aller derartigen Anlagen in Niederösterreich), in den nächsten Jahren sollen weitere 50 dazukommen.

 

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