05.10.2007 | 16:32

St. Pölten: Symposium über Stressbelastung der LehrerInnen

Studie mit Ergebnissen einer Fragebogenaktion vorgestellt

Im St. Pöltner Landhaus wurde heute Freitag, 5. Oktober, Nachmittag das Symposium „Mut um Unterricht - die Stressbelastung von LehrerInnen heute" abgehalten, das Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka eröffnete.

Die Schwerpunktarbeit des Instituts für Stressprophylaxe und Salutogenese (ISS) beschäftigte sich heuer mit den Stressfaktoren der Lehrerinnen und Lehrer. In diesem Zusammenhang wurden umfangreiche Erhebungen durchgeführt. So veranstaltete Univ.Prof. Dr. Rotraud A. Perner Seminare und Workshops an verschiedenen niederösterreichischen Schulen, und Univ. Lekt. Dr. Michael Benesch gestaltete eine empirische Studie mit einer umfassenden Analyse. Einige Ergebnisse der heute von Benesch präsentierten Studie, die auf Fragebögen zurückgehen, die von Februar bis Juni 2007 an niederösterreichischen Schulen und bei LehrerInnentagungen verteilt wurden: 91 Prozent der LehrerInnen waren der Meinung, dass in den letzten Jahren der Anteil der SchülerInnen mit Disziplinarproblemen sich erhöht hat, 88 Prozent gaben an, dass die Bereitschaft der SchülerInnen, untereinander aggressives Verhalten zu zeigen, in diesem Zeitraum stärker geworden sei. 96 Prozent stellten fest, dass ein zu großer Teil der elterlichen Verantwortung für die Erziehung an die LehrerInnen übertragen werde.

Die PädagogInnen seien, wenn man den Lehrberuf ernst nehme, sich mit Kindern auseinandersetze und auf sie eingehe, wirklich gefordert. Das Eingehen bedeute aber auch eine enorme Herausforderung, sagte Landesrat Emil Schabl. Die heute vorgestellte Studie vermittle Erkenntnisse, die weit über Niederösterreich hinaus gelten und die die Belastungen besonders bei jenen Berufen nachweisen würden, die sich unmittelbar mit dem Menschen beschäftigen, meinte Sobotka. Eine Analyse müsste jetzt aufzeigen, wie diese Zustände, die man auch auf andere Berufszweige übertragen und vernetzen solle, zu verbessern seien. Die Eigenverantwortung der Menschen sei hier der zentrale Schlüssel, aber auch die mentale Gesundheit müsste man als Befund hinein nehmen.

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