04.10.2007 | 16:11

Die „Lange Nacht der Museen" in Niederösterreich

118 Einrichtungen öffnen am 6. Oktober ihre Pforten

Zum bereits achten Mal findet heuer auf Initiative des ORF am Samstag, 6. Oktober, die „Lange Nacht der Museen" statt. Im Vorjahr nutzten österreichweit mit 336.800 BesucherInnen mehr Kulturinteressierte als je zuvor die Möglichkeit, die Kunst- und Kulturschätze des Landes einmal in einem anderen Licht zu betrachten. Insgesamt halten heuer 545 Museen und Galerien (eine Rekordzahl) ihre Tore von 18 bis 1 Uhr früh für Nachtschwärmer geöffnet.

In Niederösterreich beteiligen sich mit 118 Einrichtungen - unterteilt in die Regionen Treffpunkt Museum St. Pölten und Treffpunkt Museum Krems (verbunden durch Shuttlebusse), Zwettl und Umgebung, Horn/Eggenburg, Weinviertel, Tulln/Wagram, Wien-Umgebung Donau, Wien-Umgebung Süd und Eisenstraße - ebenfalls so viele Museen wie noch nie mit abwechslungsreichen Ausstellungen, spannenden Events und Sonderveranstaltungen an dieser Initiative.

Im NÖ Landesmuseum in St. Pölten, wo Landesrätin Dr. Petra Bohuslav um 18 Uhr den offiziellen Startschuss für den Niederösterreich-Teil der „Langen Nacht" geben wird, ist heuer Afrika mit Zebras, Löwen, Gnus und anderen Exoten zu Gast. Dazu kommen Buchpräsentationen, eine Filmpremiere, Kreativstationen für Kinder, afrikanische Speisen, Musik und Tanz.

Weitere Stationen in St. Pölten sind etwa der Klangturm mit einem Punschstand auf der Aussichtsterrasse oder das Stadtmuseum mit einer Skulpturen-Schau von Mark Rossell, der Erstpräsentation der Archäologie-Schau „Transformation" und einem Liederabend in der Außenstelle „Schubertzimmer".

In Krems gibt es u. a. ein „Donald Duck"-Special im Karikaturmuseum Krems und in der Österreichischen Filmgalerie, wo auch inmitten der Ausstellung „Mythos Marlene Dietrich" ein Österreich-Schwerpunkt samt kulinarischen Köstlichkeiten gesetzt wird. Für St. Pölten, Krems und Mautern ist im gemeinsamen Ticket aller beteiligten Einrichtungen auch der Fahrschein für die Shuttlebusse enthalten.

In der Region Zwettl und Umgebung fährt ein Shuttlebus vom Stadtmuseum Zwettl zum Heimatmuseum Schweiggers, an der „Langen Nacht der Museen" beteiligen sich u. a. auch das Hanfdorf Reingers, der Kulturpark Heidenreichstein mit seinem „Haus des Moores" und das Österreichische Freimaurermuseum auf Schloss Rosenau.

In der Region Horn/Eggenburg verbindet nicht nur ein Shuttlebus die Veranstaltungsorte, die Horner Museen und das Krahuletz-Museum in Eggenburg haben auch Verleihstellen für kostenlose Fahrräder eingerichtet. Zudem wird etwa in Horn zum Stadtmauernrundgang geladen und die Kleinregion Kamp Taffatal präsentiert.

In der Region Tulln und Wagram führt der Shuttlebus vom Pleyel-Museum in Ruppersthal zu den Museen der Stadt Tulln und zu allen anderen Einrichtungen der Region. In Tulln beinhaltet das Motto „Kultur hat viele Facetten" Sonderführungen durch die „Kunst der Verführung" im Minoritenkloster, „Kunst- und Krempel"-Analysen im Römermuseum oder Hundertwasser-Anekdoten vom ehemaligen Kapitän des Schiffes „Regentag". Auf Schloss Thürnthal wiederum warten u. a. ein Gitarrenkonzert mit Werken von Mauro Giuliani, Enrique Granados und Manuel de Falla sowie Texte über die junge Kaiserin Maria Theresia.

Im Weinviertel laden z. B. in Poysdorf das Weinstadt-Museum zum Weinflaschenkegeln oder das Museum Ketzelsdorfer Milchkammer zum Wettmelken und Butterrühren unter dem Motto „Mit der Kuh auf du und du"; auch zwischen den Museen in Poysdorf und Ketzelsdorf verkehrt ein Shuttledienst. Das Eisenbahnmuseum Strasshof wiederum, zu dem von Wien aus ein Dampfnostalgiezug mit der ältesten Schnellzuglok Österreichs fährt, veranstaltet einen Nachtfahrbetrieb inklusive Fototerminen und einem Amateurfilmwettbewerb.

In der Region Wien-Umgebung Donau sind beispielsweise im Essl-Museum in Klosterneuburg Fotostudios aufgebaut, in denen sich die Besucher selbst in Szene setzen können. Vor der Kulturfabrik Hainburg wird mittelalterliches Treiben mit Stelzengehern, Feuerkünstlern und Märchenerzählern geboten. In Fischamend können mit einem Ticket vier Ausstellungen besucht und verschiedene kulinarische Angebote genützt werden.

Insgesamt 21 Einrichtungen beteiligen sich in der Region Wien-Umgebung Süd an der „Langen Nacht": So gibt es in Baden u. a. ein Jazzkonzert mit Van de Gruufmaakers im Rollettmuseum, „Wir lassen die Puppen tanzen" im Puppen- und Spielzeugmuseum sowie die Finissage der Ausstellung „Architektur Sehen" mit Fotografien von Hertha Hurnaus, Margherita Spiluttini und Bruno Klomfar in der Galerie Kunstverein Baden. In Reichenau an der Rax findet in der Galerie 5er Haus die Vernissage der Ausstellung „Dschungel" von Robert Zielasco statt.

An der Eisenstraße ermöglicht ein Ticket den Besuch aller zwölf Museen der Region, die u. a. „Kreatives aus Filz" im Webereimuseum Unterleiten, eine „Zeitreisemaschine" im Hammerherrenmuseum Amonhaus in Lunz am See oder das Ratespiel „Was gibt es Altes?" im Proviant-Eisen-Museum in Gresten bereithalten. Natürlich gastiert die „Lange Nacht der Museen" auch bei der NÖ Landesausstellung „Feuer & Erde", in deren Rahmen in Waidhofen an der Ybbs eine Feuerzangenbowle und spezielle Nachtwächterführungen sowie in St. Peter in der Au musikalische Highlights und Kostproben aus der Region angeboten werden. Auf der Schallaburg wiederum sind im Zuge von Geisterführungen Hilferufe aus dem Burgverlies und die klirrenden Klingen einstiger Kampfszenen zu hören.

Zu verweisen wäre schließlich auch noch - wiewohl nicht in Niederösterreich - auf den Kunstraum NÖ im Palais Niederösterreich in Wien, wo Bella Angora und Christian Falsnaes live eine Auswahl ihrer Musik in Verbindung mit Videoprojektionen präsentieren. Umrahmt wird der Abend durch DJ- und Live-Sets des Musikers Nikolaus Suchentrunk.

Die Liste der beteiligten Museen, die genauen Beginnzeiten und nähere Informationen gibt es unter http://langenacht1.orf.at/.

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