13.09.2007 | 09:52

Kongress zum Thema Pflege und Betreuung im NÖ Landhaus

Leistungen sollen für alle leistbar und organisierbar sein

„The day after. 24 Stunden Pflege/Betreuung - der gemeinsame Blick in die Zukunft.“ Im Landhaus in St. Pölten fand kürzlich ein Kongress zu diesem Thema statt. Mit dem Ziel, Lösungen zu finden, die für den Einzelnen maßgeschneidert und gleichzeitig für alle leist- und organisierbar sind.

Bundesministerin Dr. Andrea Kdolsky meinte, es gebe verschiedene Lösungsansätze, z. B. den pflegenden Angehörigen eine finanzielle Hilfe bzw. notwendige Strukturen anzubieten oder für die Kurzzeitpflege Modelle zu offerieren. Rund ein Viertel aller Patienten liegen in einem Akutspital, müssten aber in Wahrheit auf einem Pflegeplatz betreut werden. Man müsste also Akutbetten in Pflegebetten umwandeln, meinte Kdolsky. Man sollte zudem von der Geburt an bis zum Tod ein gemeinsames System schaffen und dabei die Durchlässigkeit vieler Bereiche fördern.

Landesrätin Karin Kadenbach sprach sich dafür aus, für den gesamten Bereich der Pflege vergleichbare Zahlen und Daten zu bekommen. Wichtig sei auch, die Qualitätsstandards der Pflege zu definieren und sich zu einigen, wie man die Kontrolle für die 24 Stunden Hauskrankenpflege außerhalb von Pflegeeinrichtungen sicherstellt. „Es muss für den, der pflegt und betreut, aber auch für den, der gepflegt und betreut wird, in diesem System Rechtssicherheit geben“, so Kadenbach.

„Jeder Mensch soll in Würde alt werden, ob in den eigenen Wänden, von der Familie oder mobil versorgt oder in einem der 101 Pflegeheime in Niederösterreich“, sagte Landesrätin Dr. Petra Bohuslav. In den Heimen des Landes und in den privaten Heimen würden für alle Menschen, die hier ein neues Zuhause gefunden haben, an 365 Tagen 24 Stunden qualifizierte Pflege und Betreuung geleistet. Das Angebot in den NÖ Heimen würde durch die Tagesbetreuung und die Kurzzeitpflege noch abgerundet. Ein Großteil der Betreuungsleistungen werde durch die Angehörigen erbracht; dabei würden sie durch das Land Niederösterreich und die Vertragspartner aus den sozial- und sozialmedizinischen Diensten Unterstützung erhalten.


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