12.09.2007 | 13:07

LH Pröll zu Arbeitsschwerpunkten für Herbst 2007

Maßnahmen bei der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Familienpolitik

Im Loisium in Langenlois (Bezirk Krems-Land) informierte heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Anschluss an die zweitägige VP NÖ Arbeitsklausur über die Arbeitsschwerpunkte im Herbst.

Bei der Arbeitsmarktpolitik wird das Hauptaugenmerk auf die Situation der Lehrlinge gelegt. Obwohl derzeit in 5.720 Unternehmen 18.000 Lehrlinge ausgebildet werden, sei unter Umständen eine Lehrstellenlücke von rund 1.000 Stellen zu erwarten, so Pröll. Das bestehende Lehrlingsnetz, in dessen Rahmen 1.200 Plätze zur Verfügung stehen, soll fortgesetzt werden. Weiters werde am 1. Jänner 2008 in Niederösterreich die Möglichkeit zur Lehre mit Matura eingeführt werden. Dies sei, so der Landeshauptmann, eine attraktive Facette und eine große Chance für viele NiederösterreicherInnen. Das Land wolle hiefür finanzielle wie organisatorische Maßnahmen bieten. So würden flächendeckende Berufsreifekurse angeboten, die Kosten in der Höhe von rund 3.500 Euro würden von Land und Wirtschaftskammer getragen. Außerdem soll eine Lehrlingshotline (02742/9005-16493) installiert werden.

Im Sozialbereich liegt das Augenmerk auf der Pflege. Bei der Tagesbetreuung sei eine Verdoppelung von derzeit 100 auf 200 Plätze bis Ende 2008 vorgesehen. Dafür stünden laut Pröll zwei Millionen Euro zur Verfügung. Auch vom Tagesbetrag würde das Land künftig bis zu 30 Euro übernehmen. In diesem Zusammenhang zog der Landeshauptmann auch eine Zwischenbilanz zum Pflegemodell und hielt fest, dass bisher über die Pflegehotline rund 1.400 Beratungsgespräche geführt wurden, 400 Personen die Urlaubsaktion genützt hätten und 500 Beratungsschecks ausgestellt wurden.

In Niederösterreich wird künftig die Möglichkeit bestehen, auch Kinder, die zwischen zweieinhalb und drei Jahre alt sind, im Kindergarten betreuen zu lassen. Pröll sprach hiebei von „einem Meilenstein im NÖ Familienmodell“; Die Einführung dieses Hilfsangebots wünschen sich 55 Prozent der niederösterreichischen Eltern. Auch der Arbeitsmarkt werde von dieser Maßnahme positiv beeinflusst werden, da landesweit rund 200 zusätzliche KindergärtnerInnen sowie 200 zusätzliche Kindergarten-HelferInnen benötigt werden. Damit verbunden sind auch 200 zusätzliche Kindergartengruppen bis 2010. Das Land werde deshalb bis 2010 60 Millionen Euro in den Ausbau der Kindergärten investieren; für die Gemeinden werde eine Sonderaktion gestartet. Die Vorbereitung dieser Maßnahme startet bereits jetzt, mit der Umsetzung ist bis 2008/2009 zu rechnen.


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