06.09.2007 | 17:40

LR Plank zur Hochwassersituation in NÖ

Situation an der Donau und den Voralpenflüssen angespannt

„Die Situation im Bereich der Donau ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand angespannt. Dort erwarten wir morgen Nachmittag und in den Abendstunden ein etwa 20-jährliches Hochwasser“, so Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank zur Hochwassersituation in Niederösterreich. Gemäß den Alarmierungsplänen sind die Bezirkshauptmannschaften und die Einsatzorganisationen im direkten Kontakt mit der Landeswarnzentrale und dem hydrographischen Dienst. Die jeweiligen Stellen vor Ort werden permanent über die neueste Situation in Kenntnis gesetzt und haben daher im Vorfeld die Möglichkeit, die notwendigen Schritte anzuordnen. „So wird derzeit im Bereich der Stadt Krems der mobile Hochwasserschutz aufgebaut, von der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld wurde zusätzlich zu den allerorts in Niederösterreich im Einsatz stehenden Feuerwehren das Bundesheer im Rahmen der Assistenzleistung zur vorsorglichen Absicherung gefährdeter Bereiche angefordert“, beschreibt Plank die momentane Situation. Plank wird seit Beginn des starken Regens in Niederösterreich über die Landeswarnzentrale, den hydrographischen Dienst des Landes Niederösterreich und das Landesfeuerwehrkommando laufend über den aktuellen Stand der Situation informiert.

Die neuesten Daten der Zentralanstalt für Metrologie und Geodynamik bestätigen, dass an der Donau bis in die Nacht vom 7. auf 8. September mit einem kontinuierlichen Anstieg des Wassers auf ein HQ 20 gerechnet werden muss. Dies bedeutet für den Bereich Kienstock ein Ansteigen auf 9,50 Meter und für Korneuburg 7,20 Meter. Die Zubringer im Südwesten zeigen momentan gleichbleibende bis leicht fallende Tendenz im Bereich HQ 3 im Oberlauf und HQ 1 im Unterlauf. Hier könnte aufgrund einer Zunahme der Niederschläge ab Mitternacht ein Anstieg bis zu einem HQ 5 erfolgen. Die Zubringer im Norden führen derzeit HQ 1, mit Ausnahme des nordwestlichsten Waldviertels: Dort sollte der Durchfluss in der Folge am obersten Kamp (bis Zwettl) und im Oberlauf der Thaya auf HQ 2 bis HQ 5 steigen. Der Südosten Niederösterreichs ist bis auf lokale, kleinsträumige Ereignisse generell unter einem HQ 1 einzustufen.

Die zuständigen Stellen, wie Landeswarnzentrale und Hydrografischer Dienst durchgehend besetzt und leiten ihre Informationen aktuell an die jeweiligen Bezirkshauptmannschaften weiter. Die Vorbereitungs- und Sicherungsarbeiten vor Ort, akkordiert von den jeweiligen Bezirkshauptmannschaften, laufen gemeinsam mit den Einsatzorganisationen zügig und in ständigem Kontakt mit unseren Fachstellen“, so Plank.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, Christian Milota, e-mail christian.milota@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12701.


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