04.09.2007 | 12:59

LH Pröll zum Schulbeginn in NÖ

Keine einzige erste Klasse im Pflichtschulbereich hat mehr als 25 Schüler

„In Niederösterreichs Pflichtschulen – Volkschulen, Hauptschulen und Polytechnischen Schulen – gibt es im neuen Schuljahr keine einzige erste Klasse, die mehr als 25 Schüler pro Klasse hat“, betonte heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gegenüber Medienvertretern. Im Gegensatz zum AHS-Bereich, wo der Bund die Verantwortung trägt. Hier gilt die Richtzahl von 25 Schülern pro Klasse. In 107 AHS-Klassen in Niederösterreich sind zwar weniger als 25 Schüler, in 111 Klassen wird diese Zahl jedoch überschritten. Pröll: „In keiner ersten AHS-Klasse sind aber mehr als 30 Schüler.“

Kleinere Klassen bedeuten für den Landeshauptmann vor allem mehr Qualität im Unterricht. „Damit ist ein intensiverer, effizienterer und wirksamerer Unterricht in der Klasse möglich“, ist Pröll überzeugt. Obwohl die Zahl der Schüler gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken ist, konnte mit dieser organisatorischen Maßnahme die Zahl der Pflichtschulklassen gegenüber dem Vorjahr erhöht werden – und zwar um insgesamt 257. In den Volksschulen sind es um 157 Klassen mehr, in den Hauptschulen um 78 und in den Polytechnischen Schulen um 22. Auch die AHS haben 29 Klassen mehr. „Jede zusätzliche Klasse sichert den Schulstandort“, unterstrich Pröll.

Ohne diese Maßnahmen des Landes hätten auch rund 400 Pflichtschullehrer in Niederösterreich ihren Job verloren. Stattdessen konnten 800 Verträge verlängert und 204 Erstanmeldungen durchgeführt werden, so Pröll.

Der Amtsführende Präsident des NÖ Landesschulrates, Hermann Helm, will sich bei der zuständigen Bundesministerin für ein Ausbauprogramm im AHS-Bereich einsetzen. Derzeit gibt es aufgrund des Platzmangels an der AHS in Wiener Neustadt, Zehnergasse, vier Containerklassen sowie an der AHS St. Pölten, Josefstraße, und an der AHS Gänserndorf jeweils zwei Containerklassen. Wichtig ist ihm weiters die Image-Aufwertung der Hauptschulen. Wirkung gezeigt habe der „Tag der offenen Tür“ an den NÖ Hauptschulen im Mai dieses Jahres. Über 250 Schülerinnen und Schüler hätten sich noch im Juni an Niederösterreichs Hauptschulen angemeldet.

Der Landeshauptmann ging auch auf das geplante neue NÖ Schulmodell für Zehnjährige ein. Dieses Modell soll den Zehnjährigen eine zweijährige Orientierungsphase ermöglichen. Etwaige Befürchtungen, dass AHS-Lehrer damit ihren Job verlieren, sind für Pröll unbegründet. „Dieses Modell setzt auf Leistungsdifferenzierung und individuelle Begleitung der Schülerinnen und Schüler.“ Der Landeshauptmann sieht sogar einen Mehrbedarf an AHS-Lehrern. Er appellierte zudem an die Pädagogen, sich in den Dialog mit Vorschlägen einzubringen. Das neue Modell soll in den nächsten Wochen und Monaten mit den Lehrern und Eltern intensiv diskutiert werden. Laut Landeshauptmann Pröll soll das neue Schulmodell dann im Schuljahr 2008/2009 in einem Bezirk erprobt werden.


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