31.08.2007 | 10:45

Neue Behandlung von Atmungsstörungen am Klinikum Hochegg

Ärzte entwickelten „Tracheo-Win“-System

Die „Intermediate Care Unit“ (IMCU) am Landesklinikum Thermenregion Hochegg hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum für nicht-invasive Beatmung und für Probleme entwickelt, die bei der Entwöhnung von PatientInnen mit Atmungsstörungen von künstlicher Beamtung bzw. von Beatmungskanülen entstehen. Von zwei Ärzten der Abteilung und einem Mitarbeiter des Forschungszentrums Seibersdorf wurde für PatientInnen mit Atmungsstörungen nun eine modulare Wundabdeckung entwickelt. Sie ermöglicht die direkte Beobachtung wie auch die Durchführung von Eingriffen und Pflegemaßnahmen. Das neue System trägt den Namen „Tracheo-Win“.

Ein wesentlicher Vorteil ist, dass „Tracheo-Win“ während der Durchführung medizinischer und pflegerischer Maßnahmen an Ort und Stelle verbleiben kann und die luftdichte Verklebung rund um die Öffnung der Luftröhre – das sogenannte Stoma – nicht mehrfach abgelöst oder wiederhergestellt werden muss. Die Wundabdeckung besteht aus einer kreisförmigen Grundplatte mit zentraler Öffnung, an der mittels Bajonettverschluss unterschiedliche – mit der Grundplatte abdichtende – Aufsätze angedockt werden können. Die Grundplatte selbst wird mit einem ovalen, selbstklebenden hydrocolloiden Wundverband konzentrisch über dem Stoma platziert. Damit bietet „Tracheo-Win“ unter anderem die Möglichkeit zur direkten Wundbeobachtung, zum luftdichten Verschluss, zur Sekretabsaugung ohne Lösen des Verbandes oder auch zur Applikation einer Kurzkanüle.

Ein weiterer Schwerpunkt der IMCU liegt in der nicht-invasiven Beatmung mit positivem Drücken bzw. der „Non invasive positive pressure Ventilation“ (NIPPV). Dies stellt eine innovative Beatmungsform dar, die bei klarer Indikationsstellung eine wesentliche Bereicherung bei der Behandlung von PatientInnen mit Lungenversagen ist.


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