28.08.2007 | 09:57

Landesklinikum Mödling macht Schulangst zum Thema

ExpertInnen-Tipps für Eltern betroffener Kinder

Trennungsängste, ein zu hoher Stressfaktor, übermäßiger Leistungsanspruch, Ausgrenzung innerhalb der Klasse oder Versagensängste können bei Kindern Schulangst auslösen, die wiederum Ängste, Depressionen und schlimmstenfalls sogar Selbstmordversuche zur Folge haben kann. Diese spezifische Angst geht stets mit körperlichen Symptomen wie Bauch- oder Kopfschmerzen, Übelkeit oder Herzrasen einher; auch Verhaltensänderungen wie etwa Nägelkauen, „Trödeln“ am Schulweg oder Panikreaktionen können auf Schulangst hinweisen. Auf der Kinder- und Jugendabteilung am Landesklinikum Mödling nimmt man sich dieser Problematik in besonderer Weise an und versucht, betroffenen Eltern Hilfestellung zu bieten.

Dabei empfehlen die ExpertInnen, die Lernlust ihres Kindes zu erhalten, indem sie dessen Erfolgserlebnisse loben und so das Selbstvertrauen stärken. Zudem sollten die Eltern etwa auf den Unwillen des Kindes, die Schule zu besuchen, nicht mit Zwang oder Strafen reagieren, da dadurch der Angstzustand verstärkt wird. Es ist wichtig, die Ängste des Kindes ernst zu nehmen und engen Kontakt zur Schule, zu MitschülerInnen und LehrerInnen zu halten. Ein weiterer ExpertInnen-Tipp an die Eltern von unter Schulangst leidenden Volksschulkindern ist, sich bei Schulveranstaltungen zu engagieren, damit das Kind Vertrauen zur Schule fassen kann. Wichtig ist auch, dass alle von den Eltern geplanten Aktionen mit dem Kind abgesprochen werden und dass mit der Schule zusammengearbeitet wird.

Nähere Informationen: Landesklinikum Thermenregion Mödling, Heidemarie Lamprecht, Telefon 02236/204-0, e-mail presse@moedling.lknoe.at.


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