14.08.2007 | 13:55

Neue Beratungsstelle für Migrantinnen in St. Pölten

Mikl-Leitner: Spezielle Hilfe für Frauen absolut notwendig

Im Frauenhaus St. Pölten wird Migrantinnen seit dem Vorjahr eine spezielle Anlaufstelle geboten. Die österreichweit dritte Einrichtung dieser Art hat nach einer Pilotphase im Jahr 2006 heuer den Normalbetrieb aufgenommen und berät Migrantinnen vor allem in Sachen Missbrauch, Aufenthaltsrecht, Ämterkontakt und Arbeitssuche.

„Die spezielle Beratung von Frauen ist deshalb wichtig, weil sie aufgrund ihrer traditionellen Stellung innerhalb der Familie und der damit verbundenen Isolation Probleme haben, die deutsche Sprache zu erlernen und leicht in Abhängigkeit geraten“, erklärte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner heute im Rahmen einer Pressekonferenz.

Seit dem Vorjahr haben bereits 300 Frauen die Dienste der Beratungsstelle in Anspruch genommen. Die Beratung erfolgt individuell, anonym, kostenlos und bei Bedarf auch in der jeweiligen Muttersprache. Jenen Hilfesuchenden, die akut von Gewalt in der Familie bedroht sind, stellt das Frauenhaus auch Unterkünfte zur Verfügung.

In Niederösterreich leben zurzeit etwa 100.000 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Die meisten Migranten siedeln sich in den urbanen Räumen des Landes an. In der Region St. Pölten beträgt der Ausländeranteil derzeit zwischen sechs und neun Prozent.

Nähere Informationen: Beratungsstelle für Migrantinnen, Telefon 02742/36 65 14.


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