13.08.2007 | 11:02

Erstmals kardialer Monitor am LK St. Pölten implantiert

Ermöglicht zielgerichtete Behandlung von Vorhofflimmern

Am Landesklinikum St. Pölten wurde kürzlich erstmals ein neuartiger kardialer Monitor zur kontinuierlichen Überwachung und Diagnose von Vorhofflimmern bei einer 81-jährigen Patientin eingesetzt. Das Landesklinikum führt damit einen neuen Standard in der Diagnose und Therapie von Herzrhythmusstörungen ein.

Die Implantation eines kardialen Monitors ermöglicht dem Arzt die Herzfunktion des Patienten genau zu verfolgen und gegebenenfalls effiziente Behandlungsmaßnahmen einzuleiten. Der kleine EKG-Rekorder im Format eines Computer-Speichersticks wird dem Patienten unmittelbar unter der Haut eingesetzt und bedingt keinerlei Einschränkungen bei seinen täglichen Aktivitäten. Dies ist nicht nur angenehmer für den Patienten, sondern stellt auch sicher, dass die aufgezeichneten Herzdaten reale und therapierelevante Informationen liefern.

In Österreich leiden etwa 100.000 Menschen an Vorhofflimmern. Das unregelmäßige Zucken der Muskulatur im Herzvorhof, das sich vor allem durch Herzrasen, Müdigkeit und Schwindelgefühl äußert, ist die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen und oft ein Auslöser von Schlaganfällen. Vorhofflimmern ist nicht lebensbedrohlich, kann aber zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen. Insgesamt dürften rund 15 Prozent aller Schlaganfälle auf diese Form von Herzrhythmusstörung zurückzuführen sein.

Nähere Informationen: Landesklinikum St. Pölten, Anton Feilinger, Telefon 02742/300-61020.


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