09.08.2007 | 12:15

Heimische Alm- und Weidewirtschaft auf Erfolgskurs

Plank: Niederösterreich ist das an Bergbauern reichste Bundesland

„Niederösterreich ist mit mehr als 18.000 Bergbauernbetrieben, das sind rund 34 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe, das an Bergbauern reichste Bundesland Österreichs“, betonte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank heute, 9. August, in Wien bei einer Pressekonferenz zur Erhaltung des ländlichen Raumes, der bäuerlichen Betriebe sowie der Almwirtschaft in Niederösterreich. Diese Betriebe würden rund 281.000 Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche bewirtschaften. In Niederösterreich gibt es rund 9.000 Hektar Almflächen, eingebettet in eine attraktive Berglandschaft und seit Generationen von Bauern gepflegt. Insgesamt zählt man aber nur 150 bewirtschaftete Almbetriebe.

In diesem Zusammenhang warnte Plank vor einem weiteren Rückgang der Vieh- und Weidewirtschaft im Berggebiet, wodurch die Verwaldung der Grünland- und Almflächen weiter zunehmen würde. Dies sei auch immer mit einem Attraktivitätsverlust des Landschaftsbildes verbunden. „Der Tourismus lebt von gepflegter, kultivierter Landschaft und unsere Bauern leisten mit der Pflege der Almen einen wichtigen Beitrag dazu“, so Plank.

Das Land Niederösterreich unterstützt die Almwirtschaft seit Jahren mit einer Reihe von erfolgreichen Programmen. Allein zum Offenhalten der Almen wurden von 2000 bis 2006 insgesamt 458 Projekte mit Kosten von 4 Millionen Euro umgesetzt. Zudem gibt es vom Land geförderte neue Wanderwege, Mountainbike-Routen und Langlaufloipen.

Nur auf zwei niederösterreichischen Almen – beide in Annaberg im Ötscherland – wird noch gemolken. Die Landwirte in den Tälern, die ihre Tiere jeden Sommer auf die Almen bringen, haben sich bereits vor Jahrzehnten von der reinen Milchproduktion abgewandt. Mittlerweile wurde die Milchwirtschaft von der Kälberaufzucht – der reinen Fleischproduktion – abgelöst.

Die Abwanderung der Viehhaltung in so genannte „Gunstlagen“ stellt ein zunehmendes Problem in ganz Österreich dar. Diese Entwicklung führt dazu, dass Almen, Wiesen und Weiden aufgeforstet werden bzw. zuwachsen. Dadurch verschwinden artenreiche Lebensräume, was auch negative Auswirkungen auf den Tourismus hat.

Nähere Informationen: Büro LR Plank, Dr. Christian Milota, Telefon 02742/9005-12701, www.almwirtschaft.com


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