30.07.2007 | 14:53

Land Niederösterreich bewirbt sich um ein K2-Forschungszentrum

Gabmann: „Internationales Spitzenforschungszentrum am Technopol Wiener Neustadt“

Das Kompetenzzentrum für Angewandte Elektrochemie (ECHEM) am Technopol Wiener Neustadt kann mit international beachtenswerten wissenschaftlichen und industriellen Erfolgen aufwarten und beabsichtigt, seine Aktivitäten noch weiter auszubauen: So soll mit einem Budget von rund 50 Millionen Euro in fünf Jahren ein neues K2-Kompetenzzentrum aufgebaut werden - mit der Option, um weitere fünf Jahre zu verlängern.

Dazu hat sich das Land Niederösterreich im Rahmen des COMET-Programms des Bundes, das die Einrichtung von neuen Kompetenzzentren vorsieht, um ein K2 Forschungszentrum in Wiener Neustadt beworben. Die K2-Zentren sind die „Flaggschiffe“ des Programms COMET (Competence Centers for Excellent Technologies), das von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt wird. K2 steht für die „Königsklasse“ international höchst renommierter Forschungszentren.

„Wir wollen mit diesem K2-Zentrum den Forschungsstandort Niederösterreich noch weiter ausbauen und die internationale Position als eine der Top 10 Regionen weiter festigen“, betont dazu Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann. „Das K2-Zentrum soll für die internationale Wissenschaftselite und Hightech-Industrie im Bereich der angewandten Elektrochemie und Materialwissenschaften die erste Anlaufstelle darstellen.“

Derzeit beschäftigt ECHEM 85 MitarbeiterInnen aus 16 Nationen. Im Rahmen des neuen Zentrums soll auf rund 150 MitarbeiterInnen aufgestockt werden. Das Interesse seitens der Wissenschaft und Industrie ist groß: So beteiligen sich rund 50 nationale und internationale Forschungseinrichtungen sowie über 40 international tätige Unternehmen am Konsortium. Prominente Vertreter aus Niederösterreich sind etwa Mondi Business Paper, Krems Chemie, Knorr Bremse, Berndorf Band, DOKA Industries, Battenfeld und Georg Fischer Automotive, dazu kommen bundesweit Unternehmen wie AT&S, Voestalpine Stahl und Andritz. Auch große Firmen aus dem Ausland wie Henkel, Audi, Bosch und BASF wollen sich an dem neuen Zentrum beteiligen.

Die vielen Vorteile des K2-Zentrums werden vor allem Industriebetriebe nutzen und sich um das Zentrum ansiedeln. Einige Unternehmen beabsichtigen bereits konkret in Wiener Neustadt ihren Betrieb aufzunehmen (z. B. Cardec, EPG). „Die neue Generation von Kompetenzzentren soll in der Liga der weltweit Besten mitspielen und international hervorragende ForscherInnen sowie Unternehmen vom Forschungsstandort Niederösterreich überzeugen“, so Gabmann.

Außerdem wurden vom Land Niederösterreich noch drei K1-Zentren (mit einem kleineren Ausmaß als K2) eingereicht: „Wood“ in Tulln, Bioenergie 2020 in Wieselburg sowie 3CoD-Car on Demand/Fraunhofer Institut. Im September wird die Entscheidung fallen, welche Einreichungen gefördert werden. Österreichweit gab es in Summe 17 Anträge – wovon drei als K2 und acht als K1 gefördert werden.

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