11.07.2007 | 13:10

Fachkräftebedarf muss im Inland abgedeckt werden

Bohuslav: NÖ benötigt Arbeiter mit hohen Qualitätsmerkmalen

Zum Thema „Fachkräftebedarf im Industrieviertel“ fand heute, 11. Juli, im Regionalen Innovationszentrum (RIZ) in Wiener Neustadt eine Diskussionsveranstaltung mit Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, VP-Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger und Vertretern niederösterreichischer Unternehmen statt. Von der Wirtschaftsagentur ecoplus wurde heuer im Frühjahr der Facharbeitermangel durch objektive Bedarfserhebung speziell für das Industrieviertel repräsentativ bestätigt. Dabei zeigte sich ein aktueller Fachkräftebedarf in den Bereichen Maschinenbau, Kunststofftechnik, Stahlbau sowie bei Metallfacharbeitern, Elektrikern, Elektronikern, Kfz-Technikern, Verfahrenstechnikern und Laboranten.

Niederösterreich ist ein Top-Wirtschaftsstandort, der zunehmend mehr Fachkräfte mit hohen Qualitätsmerkmalen benötigt, meinte Bohuslav. Angebot und Nachfrage von Arbeitskräften würden aber nicht immer zusammenpassen. An dieser Schnittstelle setze die Initiative „Job konkret“ an, die den Unternehmen die bedarfsgerechte Beschaffung des Personals ermögliche und den Arbeitssuchenden die gezielte Vermittlung von hochwertigen und zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen sichere. Weitere aktive Maßnahmen des Landes seien das Lehrlingsauffangnetz, um den Berufseinstieg zu sichern oder die Berufsförderung für Wiedereinsteiger und Sozialhilfeempfänger. Außerdem forderte Bohuslav die verpflichtende Berufsorientierung in der 8. Schulstufe.

Bei der Landesinitiative „Job konkret“ erfolgt als erster Schritt die Suche nach einem geeigneten Mitarbeiter. Dann wird ein Bildungsplan als Vertrag zwischen der Aktion „Job konkret“, dem Betrieb und dem Teilnehmer erstellt. Welche Fähigkeiten und Kompetenzen der Teilnehmer nach der Absolvierung der Aufschulung erworben haben muss sowie die externen und internen Qualifizierungen stehen im Zentrum der Vereinbarungen, die dann auch in einem klaren Zeitplan festgeschrieben sind.

Exzellente Wirtschaftsdaten würden die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich belegen, so Schneeberger. „Während das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr in Österreich 3,2 Prozent betrug, hatten wir in Niederösterreich ein Wachstum von 3,8 Prozent.“ Außerdem gebe es im Land seit Jahren einen signifikanten Rückgang bei den Arbeitslosen und mehr Beschäftigte. Das Aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von praxisnaher Ausbildung, High-Tech-Forschung und Industrie habe sich in Niederösterreich bestens bewährt.

Nähere Informationen: Arbeitsmarktservice Niederösterreich, Mag. Martina Fischlmayr, Telefon 01/531 36-121, Büro LR Bohuslav, Mag. Florian Aigner, Telefon 02742/9005-12199.


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