06.07.2007 | 11:55

Niederösterreich-Delegation besuchte Bremen

Thema Logistik stand im Mittelpunkt

Im Jahr 2003 startete das Land Niederösterreich eine groß angelegte Marketingoffensive in Deutschland, um den Wirtschafts-, Technologie- und Tourismusstandort Niederösterreich vorzustellen und vor Ort Kontakte zu deutschen Unternehmen zu knüpfen. Seit Start dieser Offensive bearbeitet ecoplus 220 Anfragen von deutschen Unternehmen, 30 Betriebe haben sich in dieser Zeit in Niederösterreich angesiedelt, wodurch 530 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert wurden. „Insgesamt sind in Niederösterreich derzeit sogar rund 750 Unternehmen mit deutschen Gesellschaftern oder deutsche Unternehmen mit Zweigniederlassungen aktiv“, freut sich Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann.

Zuletzt besuchte eine Niederösterreich-Delegation Bremen, das als Logistik-Standort eine lange Tradition hat. Auch „Niederösterreich ist mit dem gut ausgebauten Netz an Straßen, Schienen, Wasser- und Luftwegen ein hervorragender Logistikstandort“, so Gabmann. „Mit der Donau haben wir über die Rhein-Main-Donau Wasserstraße eine perfekte Verbindung zum Schwarzen Meer und zu den Häfen der deutschen, belgischen und niederländischen Nordsee“.

Bremen und Bremerhaven haben größte Bedeutung als Hafenstandort, ein Großteil der österreichischen Exporte wird über diese beiden Häfen abgewickelt. So sind Bremen und Bremerhaven Nummer zwei beim Export österreichischer Waren und Nummer fünf auf der Importseite (etwa Pkw aus den USA). Sämtliche namhafte Logistikunternehmen, die auch Standorte in Niederösterreich haben, nutzen die Häfen an der Weser für den Containerumschlag. Und die niederösterreichische Firma Teufelberger Seil GmbH aus St. Aegyd produziert zum Beispiel Drahtseile für Kräne in Containerhäfen.

Im „Donaukorridor“ - den innerösterreichischen Verkehrsachsen zwischen West- und Südosteuropa - soll das Transportaufkommen von derzeit mehr als 67 Millionen Gütertonnen auf rund 100 Millionen bis zum Jahr 2015 zunehmen. Unter dem Aspekt des Umwelt- und Klimaschutzes bietet die Wasserstraße Donau dabei eine gute Alternative. So ersetzt ein Binnenschiff mit einer Transportkapazität von 2.000 Tonnen ganze 100 Lkw, die eine Kolonne von 7,5 Kilometern darstellen; große Mengen an CO2-Ausstoß werden so eingespart.

„Die Donau spielt als internationale Wasserstraße somit für den Wirtschafts- und Logistikstandort Niederösterreich eine immer wichtiger werdende Rolle“, erklärt Gabmann. Mit den Donauhäfen Enns-Ennsdorf und Krems verfüge Niederösterreich über zwei starke und hochmoderne Logistikdrehscheiben.

„Aber auch im Bereich von Straße und Schiene ist Niederösterreich in infrastruktureller Hinsicht top“, so Gabmann: In den vergangenen Jahren wurden 3,2 Milliarden Euro in den Ausbau sowie in Verbesserungen von Straße und Schiene investiert. Bis zum Jahr 2012 fließen weitere 2,4 Milliarden Euro in Schienen- und 2 Milliarden Euro in Straßenprojekte.

Weitere Informationen: ecoplus, Mag. Eberhard Blumenthal, Margarete Pachernig, Telefon 01/513 78 50-24, e-mail e.blumenthal@ecoplus.at, m.pachernig@ecoplus.at.


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