12.06.2007 | 12:57

Alle 27 NÖ Spitäler künftig unter einem gemeinsamen Dach

Für LH Pröll wichtige Weichenstellung im NÖ Gesundheitswesen

Als historische Stunde und als letzten großen Schritt der Neuordnung des Gesundheitswesens in Niederösterreich bezeichnete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die heutige Vertragsunterzeichnung zur Übernahme der Spitäler in Klosterneuburg, Neunkirchen und Wiener Neustadt. Als realistischen Termin für die Übernahme dieser Spitäler durch das Land nannte Pröll Anfang 2008. Insgesamt werden sich die drei Gemeinden damit 40 Millionen Euro pro Jahr an Ausgaben ersparen. Die Ersparnis aller bisherigen 27 Trägergemeinden bezifferte der Landeshauptmann mit 130 Millionen Euro pro Jahr. „Mittel, die in den Gemeinden nun für andere Investitionen zur Verfügung stehen“, so Pröll. Gleichzeitig werden die 3.250 Mitarbeiter dieser Kliniken vom Land übernommen. Ein Anliegen ist Pröll in diesem Zusammenhang der sozialpartnerschaftliche Geist, der auch in Zukunft hochgehalten werde.

Niederösterreich ist damit nach Wien der zweitgrößte Spitalsträger in Österreich. Damit seien auch Standortkooperationen leichter sowie eine effizientere Ausbildung und ein Qualitätsmanagement für alle Häuser möglich, betonte Pröll. Auch der Einkauf, die Verwaltung, die Reinigung und die EDV-Vernetzung könne nun gemeinsam durchgeführt werden.

Mit dieser Neustrukturierung wird für den Landeshauptmann vor allem die flächendeckend bestmögliche medizinische Versorgung gewährleistet. Darüber hinaus sollen in den nächsten Jahren 950 Millionen Euro in den Ausbau und in die Modernisierung der Spitäler investiert werden. Abschließend dankte der Landeshauptmann den drei bisherigen Trägergemeinden für die konstruktive und klare Gesprächsführung. Grundlage dafür sei eine klare Aussprache vor Beginn der Verhandlungen gewesen.

Auch Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka sieht unter der Zusammenführung aller niederösterreichischen Spitäler unter dem gemeinsamen Dach der Landeskliniken-Holding die Grundvoraussetzung für die bestmögliche Gesundheitsversorgung in Niederösterreich. Niederösterreich sei das einzige Bundesland, dass all seine Kliniken unter einer Betreibergesellschaft zusammenfasst und die auch vom Land betrieben wird. Dabei gehe es aber nicht um die Größe, sondern vor allem um das Wohl der Patienten und der Mitarbeiter. Zudem sollen die Gesundheitsprävention und die Gesundheitsförderung forciert werden.


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