23.05.2007 | 10:14

Feuerbrand-Gefahr durch warmen Mai

Jeder Verdacht auf Feuerbrand ist sofort zu melden

In den nächsten Wochen ist auch in Niederösterreich mit einem verstärkten Auftreten des Feuerbrandes zu rechnen. Die feuchtwarme Witterung begünstigt die Vermehrung des Feuerbrandes. Die ersten Symptome werden rund ein bis zwei Wochen nach der erfolgten Infektion sichtbar.

Im Vorjahr wurden in Niederösterreich 211 amtlich festgestellte Befallsherde gerodet. Es zeigte sich, dass der Feuerbrand, eine Bakterienerkrankung, dort sehr stark auftrat, wo ein Jahr davor Infektionsherde unentdeckt blieben. Vereinzelt trat der Feuerbrand in ganz Niederösterreich auf, besonders stark im oberen Weinviertel sowie im Raum um St. Pölten und Amstetten.

Pflanzen, die vom Feuerbrand befallen werden können, sind vor allem Birnen- und Apfelbäume, aber auch Quitten, Mispeln und Ebereschen. Von den Zier- und Wildpflanzen werden u. a. Weiß- und Rotdorn, Cotoneaster (Zwergmispel), Felsenbirnen und Feuerdorn befallen.

Die ersten Anzeichen des Feuerbrands sind welke Blüten, Triebe und Früchte, wobei sich die Spitzen der jungen Triebe hakenförmig verkrümmen. In der Folge verfärben sich die Blätter - je nach Pflanzengattung - braun bis schwarz. Von diesen Infektionsstellen aus kann sich die Krankheit auf benachbarte Triebe, stärkere Äste und den Stamm verbreiten. Die Erkrankung verläuft bei günstiger Witterung sehr schnell und mit großer Intensität. Die Pflanzen sehen dann wie verbrannt oder verdorrt aus. Die abgestorbenen, eingetrockneten Blätter und Früchte bleiben an den Bäumen hängen.

Laut NÖ Pflanzenschutzverordnung ist jeder Verdacht auf Feuerbrand am zuständigen Gemeindeamt bzw. beim Feuerbrandbeauftragten der Gemeinde zu melden. Die betroffenen Pflanzen dürfen nicht berührt werden, da dies eine weitere Gefahr der Übertragung auf andere Wirtspflanzen bedeutet. Für die Gesundheit von Mensch und Tier besteht aber keine Gefahr.

Sämtliche Kosten, die durch die Abklärung oder Rodung entstehen, werden im Jahr 2007 wieder von den Gemeinden und vom Amt der NÖ Landesregierung getragen.

Weitere Informationen: Ing. Christian Haselberger, Amtlicher Pflanzenschutzdienst in Niederösterreich, NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Telefon 02742/259-2600, e-mail pflanzenschutz@lk-noe.at.


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