21.05.2007 | 08:57

WasserCluster Lunz am See eröffnet

Pröll: Auch in Wissenschaft Land des Auf- und nicht des Zusperrens

Niederösterreich sei auch in der Wissenschaft nicht ein Land des Zu-, sondern des Aufsperrens, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern, 20. Mai, bei der Eröffnung des WasserClusters Lunz am See, die der Landeshauptmann gemeinsam mit Bundesminister Dr. Johannes Hahn und Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl vornahm. Das in Kooperation zwischen der Universität Wien, der Universität für Bodenkultur und der Donau-Universität Krems entstandene Interuniversitäre Zentrum für die Erforschung Aquatischer Ökosysteme folgt der 1905 gegründeten und 2003 geschlossenen Biologischen Station Lunz am See. In einer Bauzeit von eineinhalb Jahren wurde dafür das NÖ Jugendgästehaus saniert und mit elf Büroräumlichkeiten, acht Labors u. a. ausgestattet.

Das wissenschaftliche Netzwerk in Niederösterreich sei geradezu prädestiniert für Forschungen zu Fragen des Ökosystems, so Pröll weiter. Niederösterreich verfüge über unglaubliche Wasserreserven, mit denen sorgsam umgegangen werden müsse. Neben wissenschaftlichen Erfolgen zum Nutzen der gesamten Menschheit erwarte er sich auch einen entsprechenden Image-Gewinn für Lunz am See und damit auch wirtschaftliche Impulse für die Region.

Mit MedAustron u. a. verfüge Niederösterreich bereits über eine Reihe wissenschaftlicher Einrichtungen, die in der Weltliga mitspielen, führte Hahn aus. Ein Forschungsstandort sei immer auch ein ganz wichtiger Wirtschaftsstandort, zwei bis drei Prozent der BIP-relevanten Forschungsinvestitionen verursachten zwanzig bis dreißig Prozent Umsatz im Bruttoinlandsprodukt. Österreich sei nicht nur die Wiege der Limnologie, sondern auch eine Weltmacht in Sachen Wasser, in Lunz werde dazu praxisorientierte Grundlagenforschung betrieben.

Häupl, als Student der Biologie Anfang der siebziger Jahre selbst in Lunz am See stationiert, betonte die gut funktionierende Zusammenarbeit mit Niederösterreich. Eine Millionenstadt sei in vielfältiger Weise von ihrer Umgebung abhängig, das sei auch einer der Gründe für das Zusammenrücken in der Ost-Region. Vom WasserCluster erwarte er sich hochwertige anwendbare Grundlagenforschung.

Das Land Niederösterreich hat den Umbau mit über 3 Millionen Euro finanziert und wissenschaftliche Geräte in der Höhe von 475.000 Euro angekauft. Für die Finanzierung der laufenden Kosten stellt das Land Niederösterreich 430.000 Euro jährlich zur Verfügung. Ab 2008 wird die Stadt Wien davon jährlich 210.000 Euro übernehmen. Neben einem Basisteam von 11 Mitarbeitern werden derzeit 15 weitere über Projekte finanziert, das Budget für heuer liegt bei 926.000 Euro.

Nähere Informationen beim WasserCluster Lunz am See unter Telefon 07486/200 60 und e-mail office@wkl.ac.at.


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