18.05.2007 | 09:47

Bau der Bioethanol-Anlage in Pischelsdorf im Zeitplan

Anteil der Treibstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen steigt

Der Bau der ersten Bioethanol-Anlage Österreichs in Pischelsdorf bei Tulln liegt im Zeitplan, so dass die Fabrik – wie vorgesehen – am 1. Oktober 2007 in Betrieb gehen wird. 125 Millionen Euro investiert das niederösterreichische Agrarunternehmen Agrana in die Anlage, die aus Weizen, Mais und Rübendicksaft umweltfreundliches Bioethanol gewinnt. Dieser aus kohlehydrathaltiger Biomasse bestehende Gärungsalkohol wird in Zukunft dem Benzin beigemischt, was einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten soll.

Bioethanol ist weitgehend Kohlendioxid neutral, da bei der Verbrennung nur so viel Kohlendioxid entsteht, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aus der Atmosphäre gebunden haben. Der neue Kraftstoff „Superethanol“ enthält keine giftigen und gefährlichen Substanzen, verbrennt ohne Ruß, ist schwefelfrei und biologisch abbaubar. Jeder Liter verbrauchtes Superethanol statt Benzin erspart der Umwelt rund zwei Kilogramm schädliche CO2-Emissionen.

Die Bioethanol-Anlage in Pischeldsdorf hat eine Kapazität von bis zu 240.000 Kubikmetern und wird zu 75 Prozent Weizen, zu 15 Prozent Mais und zu 10 Prozent Zuckerrübendicksaft verarbeiten. Bei der Herstellung des Kraftstoffs fällt auch ein wertvolles Nebenprodukt an, rund 170.000 Tonnen hochwertiges Eiweißfuttermittel mit 35 Prozent Rohproteingehalt. Derzeit importiert Österreich bis zu 600.000 Tonnen Eiweißfuttermittel, großteils Soja. Vor allem in der Rinderzucht wird Eiweißfuttermittel eingesetzt.

Durch die neue EU-Biotreibstoffrichtlinie wird die Nachfrage nach Biokraftstoff und damit der Beimischung von Bioethanol zum Benzin steigen. Die Bioethanol-Produktionsstätte in Pischelsdorf nutzt dieses neue Absatz-Potenzial. Bioethanol leistet somit auch einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Kohlendioxid-Bilanz Österreichs und verringert die Abhängigkeit von Ölimporten.

Nähere Informationen: www.agrana.com.


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