11.05.2007 | 11:44

Niederösterreichische „Faire Wochen“ in Horn

Plank: Produzenten sollen faire Preise bezahlt bekommen

Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank präsentierte heute, 11. Mai, in St. Pölten die Niederösterreichischen „Fairen Wochen“, die noch bis 20. Mai vom Verein Südwind Entwicklungspolitik Niederösterreich mit Unterstützung des Amtes der NÖ Landesregierung, Abteilung RU3 Umwelt, Wirtschaft und Raumordnungsförderung in Horn durchgeführt werden. „Fairer Handel und faire Preise sowohl bei uns in Niederösterreich als auch in den Entwicklungsländern sind wichtige Instrumente und wirksame Maßnahmen für eine angewandte Umweltpolitik“, betonte Plank. Bei den „Fairen Wochen“ in Niederösterreich werde das Ziel verfolgt, die Bevölkerung für saisonale Lebensmittel bzw. internationale Umweltmindeststandards zu gewinnen und zusätzlich aufzuzeigen, wie kritische Konsumenten einen Beitrag zu einer gerechten Entwicklung leisten können.

Für Plank ist die „Fair Trade“-Idee in den letzten Jahren zu einem Schwerpunkt in der Landespolitik geworden. Ausgehend vom Klimabündnisbeitritt des Landes Niederösterreich vor über zehn Jahren habe man auf Beschluss des NÖ Landtages vom 18. November 2003 zur Förderung fair gehandelter Produkte ein Paket von Aktivitäten im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens geschnürt. Dabei sei nach der Umstellung auf fair gehandelte Produkte in der NÖ Landhausküche bzw. bei allen offiziellen Veranstaltungen und Empfängen nunmehr auch die Umstellung der Kaffeeautomaten im NÖ Landhaus auf fair gehandelten Kaffee verwirklicht worden.

„Fair Trade“ ist eine Reaktion auf die systematische Benachteiligung der Entwicklungsländer durch die internationalen Handelsstrukturen. Dieses Modell ist eine der effizientesten Formen der Entwicklungsarbeit und versucht, die weit verbreitete Kinderarbeit zu unterbinden sowie die Kleinproduzenten in Asien, Afrika und Lateinamerika direkt zu unterstützen. Dabei werden über 900.000 Landwirten aus 40 Entwicklungsländern angemessene Preise und langfristige Abnahmeverträge angeboten. Außerdem erhalten die Arbeiter höhere Löhne sowie arbeitsrechtliche und soziale Mindeststandards. Die zusätzlich eingenommenen Gelder werden für Bildungs- und Sozialprogramme sowie für Maßnahmen zur Frauenförderung verwendet. Die meisten Produkte kommen von Kleinbauernfamilien, die aus Tradition keine Chemie verwenden.

Auch wer noch ein Muttertagsgeschenk kaufen möchte, das Genuss und Ästhetik mit Verantwortung gegenüber Mensch und Natur verbindet, kann auf die Initiative „Fair Trade“ zurückgreifen. „Fair Trade“ beliefert 90 „Weltläden“ in Österreich mit klassischen Kolonialprodukten, weiterverarbeiteten Lebens- und Genussmitteln sowie einer großen Auswahl an Handwerkswaren. Neben Tee, Kaffe, Schokolade, Gewürzen, Honig, Nüssen, Schach, Kerzenständern, Räucherwerk, Trinkgläsern, Krügen und Schalen gibt es auch Teppiche, Hängematten, Tücher, Tontrommeln, Maracas, Klanghölzer, Glas-, Stein- und Tonperlenketten, Lederwaren, Holzgefäße und Bilder. Wo diese Produkte gekauft werden können, erfährt man unter www.eza3welt.at, www.weltlaeden.at oder www.fairtrade.at.

Nähere Informationen: Südwind Niederösterreich, Julia Doppler, Telefon 02742/35 20 45-4, www.oneworld.at, www.faire-wochen.at.


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