10.05.2007 | 09:39

Palliativbetteneinheit im LK Krems eröffnet

Sobotka: Wichtiger Schritt im integrierten Hospiz- und Palliativversorgungskonzept

Im Rahmen des integrierten Hospiz- und Palliativversorgungskonzeptes des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) wurde im Herbst vergangenen Jahres am Landesklinikum Krems – zusätzlich zum mobilen Bereich – im Gebäude der Strahlentherapie-Radioonkologie eine Palliativeinheit mit sechs Betten geschaffen. Gestern, 9. Mai, wurde diese Einrichtung von Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka eröffnet.

„Mit der neuen Betteneinheit am Landesklinikum Krems setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt in der Umsetzung des integrierten Hospiz- und Palliativversorgungskonzeptes in Niederösterreich“, betonte dabei Sobotka. Palliativärztin Mag. Dr. Ursula Heck, Leiterin des Palliativteams, arbeitet gemeinsam mit Pflegepersonen, Sozialarbeitern und Psychotherapeuten sowohl im stationären Bereich als auch im Supportbereich (mobile Betreuung für zu Hause und Konsiliarbesuche im Krankenhaus) interdisziplinär zusammen. Wertvolle Unterstützung kommt außerdem von zahlreichen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, Seelsorgern, Physiotherapeuten und Diätologinnen.

Im Vordergrund stehen die PatientInnen und deren Angehörige. „Es geht nicht um die Heilung, sondern um die bestmögliche Lebensqualität für die Betroffenen – auch dann, wenn palliative Chemotherapien oder Bestrahlungen notwendig sind“, sagte Dr. Heck. Ziel ist es, die PatientInnen in einem gebesserten physischen und psychischen Zustand nach Hause zu entlassen. Damit sich die PatientInnen und ihre Angehörigen zu Hause sicher fühlen bzw. einen fixen Ansprechpartner haben, tritt nach dem stationären Aufenthalt wieder die Nachbetreuung durch den mobilen Bereich ein.

Die Hospizbewegung hat in Krems eine relativ kurze, dafür umso bewegtere und intensivere Geschichte, 2003 erfolgte der Start mit einem mobilen Palliativteam am Landesklinikum. Das Team, das zunächst aus Pflegepersonen bestand und später interdisziplinär agierte, betreute bereits im ersten Jahr 126 PatientInnen. Bis zum März 2007 wurden insgesamt 619 Menschen und zusätzlich deren Angehörige vom mobilen Team beratend durch diese schwierige Lebensphase begleitet. Die neue Palliativeinheit kann seit Oktober 2006 bereits 63 Aufnahmen verzeichnen. Die Bettenauslastung von Jänner bis Ende April 2007 betrug 75 Prozent.

Nähere Informationen beim Büro LR Sobotka unter 02742/9005-12221, Hermann Muhr, und e-mail hermann.muhr@noel.gv.at.


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