09.05.2007 | 15:45

NÖ Bodenforum im Stift Seitenstetten

Plank: Der Boden ist Grundlage allen Lebens

Mit dem 2. NÖ Bodenforum findet heute, Mittwoch, 9. Mai, im Stift Seitenstetten eine Fachveranstaltung für heimische Bodenschutzmultiplikatoren aus den Bereichen Landwirtschaft, Raumordnung, Umweltschutz sowie den Bodenbündnis-Gemeinden statt. Im Rahmen der Veranstaltung erhielten die Bürgermeister der Gemeinden Ardagger, Behamberg, St. Peter in der Au und Strengberg von Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank spezielle Bodenzeichen überreicht. Außerdem wurde im Anschluss an die Tagung ein Bodenlehrpfad in St. Peter in der Au eröffnet.

Im Zuge der Veranstaltung gibt es neben Erklärungen zur aktuellen europäischen Bodenschutzstrategie auch Hilfestellungen und praktische Problemlösungsvorschläge für in Gemeinden auftretende Fragestellungen zur bodenschonenden Bewirtschaftung. Was fruchtbarer Boden als Lebensgrundlage für den ländlichen Raum bedeutet und welche nachhaltigen Ziele die niederösterreichische Kampagne „Unser Boden – Wir stehen drauf!“ verfolgt, darüber informierten unter anderem Landesrat Plank, Dr. Wenzel Walter von der Universität für Bodenkultur in Wien sowie Dr. Andreas Baumgarten, Präsident der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft.

„Unser Boden ist ein nicht vermehrbares Gut und Grundlage allen Lebens. Als Standort für landwirtschaftliche Kulturen, als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen oder als Rückhaltebereich für Niederschläge und Hochwasser erfüllen Böden wertvolle Funktionen“, betonte Plank. In den vergangenen Jahren habe in der Landwirtschaft die Bodenverdichtung durch steigende Mechanisierung, Erhöhung der Radlasten und hohe Befahrhäufigkeit zugenommen. Außerdem erodiere der Ackerboden durch intensive Niederschläge und starke Winde immer mehr, wodurch fruchtbarer und wertvoller Oberboden verloren geht. Daher werde es immer wichtiger, die Produktions-, Filter- und Pufferwirkung der Böden für die Landwirtschaft zu erhalten.

Das Land Niederösterreich ist im Jahr 2003 dem Bodenbündnis europäischer Städte und Gemeinden beigetreten. Mittlerweile haben sich 39 niederösterreichische Gemeinden dem Bodenbündnis angeschlossen, um dem Bodenverlust durch Erosion und Kontamination entgegenzutreten. Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und konkrete Projekte zum Bodenschutz soll Bewusstseinbildung betrieben und eine Trendumkehr erricht werden.

Nähere Informationen: Büro Landesrat Plank, Christian Milota, Telefon 02742/9005-12701, www.unserboden.at.


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