04.05.2007 | 13:22

SchülerInnen aus NÖ helfen Jugendlichen in Rumänien

Plank: Projekt ‚Concordia’ wurde um eine Dimension erweitert

Seit November 2006 engagieren sich insgesamt elf Landwirtschaftliche Fachschulen aus Niederösterreich für das Sozialprojekt „Concordia“, das der österreichische Pater Georg Sporschill vor mittlerweile 16 Jahren in Rumänien gestartet hat. Konkret geht es darum, jungen Menschen auf der nahe Bukarest gelegenen „Farm der Kinder“ Hilfe zur Selbstversorgung mit landwirtschaftlichen Produkten zu leisten. Bei einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus berichteten heute, 4. Mai, niederösterreichische Lehrkräfte und SchülerInnen über ihre bisherigen Erfahrungen, Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank, Pater Sporschill und Projektkoordinator Karl Friewald präsentierten das Projekt eingehend.

Bis November 2007 entsenden die teilnehmenden Schulen während der Schulzeit alle zwei Wochen neue Schulteams, die jeweils aus einer Lehrkraft und drei SchülerInnen bestehen, nach Rumänien. Bislang haben SchülerInnen und Lehrkräfte der Landwirtschaftlichen Fachschulen Edelhof, Hohenlehen, Mistelbach oder auch Sooß derartige Aufenthalte absolviert. Dabei wurden vor allem Bau- und Reparaturarbeiten im Stall der „Farm der Kinder“ durchgeführt, die dortige Turnhalle saniert und rund 150 Obstbäume gepflanzt. Eine Vielzahl an Tätigkeiten in den Bereichen Tischlerei und Landtechnik stehen noch auf dem Programm; auf einer Fläche von rund fünf Hektar werden die österreichischen SchülerInnen und LehrerInnen noch Gemüse, Melonen, Kürbisse, Mais und Weizen anbauen. Auch bei der Ernte sowie der Konservierung und Produktverarbeitung im Herbst werden niederösterreichische Schulteams vor Ort sein.

Während der Sommermonate werden zudem sechs Lehrkräfte aus Österreich nach Rumänien fahren, um vor allem in den angelegten Gärten tätig zu sein. Im Herbst sollen dann Lehrkräfte aus Rumänien nach Niederösterreich kommen, um sich hier ausbilden zu lassen, damit sie später selbst in der Lage sind, eine entsprechende Schule zu betreiben. Weiters wird derzeit nach einer Lehrkraft aus Niederösterreich gesucht, die sich bereit erklärt, das Schulprojekt ein Jahr lang bei voller Bezahlung in Rumänien zu betreuen.

„Das Projekt ‚Concordia’ wurde durch das Engagement der Landwirtschaftlichen Schulen aus Niederösterreich um eine neue Dimension erweitert. Dieses Projekt soll längerfristig und nachhaltig sein, und für das Land Niederösterreich war von Anfang an klar, hier Unterstützung zu leisten und Ressourcen bereit zu stellen“, meinte Plank.

Pater Sporschill dankte dem Land Niederösterreich für die Unterstützung und betonte, dass die niederösterreichischen Jugendlichen ein „Beispiel für politisch engagierte, weltoffene und bodenständige Jugend“ seien. Know-how wie das aus Niederösterreich sei selten und er bitte darum, dieses weiterhin mit Rumänien zu teilen, so Sporschill.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Landwirtschaftliche Koordinationsstelle für Bildung und Forschung – LAKO, Telefon 02272/9005-16636, e-mail post.lf2lako@noel.gv.at, www.lako.at, www.concordia.co.at.


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