26.04.2007 | 13:41

Neuer Leitfaden zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Mikl-Leitner: Ein Gewinn für Mitarbeiter und Betriebe

Ein neuer Leitfaden für Unternehmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde heute, 26. April, im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten von Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner, der Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, Sonja Zwazl, und dem Präsidenten der Industriellenvereinigung Niederösterreich, Mag. Norbert Zimmermann, präsentiert. Im Konkreten beinhaltet die 35 Seiten starke Publikation Vorschläge wie Jobsharing, tageweisen Einsatz während der Karenzzeit, Rückkehrrecht auf einen Arbeitsplatz mit vergleichbarer Qualifikation, Gleitzeit oder „Sabbatical“. In diesem Zusammenhang wurde vom Land Niederösterreich auch das neue Service-Team „Familie & Beruf“ eingerichtet.

„Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine große Herausforderung und zentrale Zukunftsfrage des Landes. Die Zahlen, Daten und Fakten bestätigen, dass Niederösterreich bereits ein kinder- und familienfreundliches Land ist“, betonte Mikl-Leitner. Mit dem neuen Leitfaden werde ein weiterer wichtiger gesellschaftspolitischer Schritt getan, alte Rollenbilder aufzuweichen und jungen Familien die Möglichkeit zu geben, ihr individuelles Lebensmodell umzusetzen. Dazu würden die jungen Familien eine finanzielle Förderung des Landes erhalten.

Zwecks besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie biete auch das Land Niederösterreich als Dienstgeber besonders familienfreundliche Modelle an. „Der Landesdienst will hier eine Art Vorreiterrolle für heimische Unternehmen übernehmen“, so die Landesrätin.

„Um sich verstärkt in die Familienarbeit einbringen zu können, erwarten sich vor allem junge Väter und Mütter von ihren Unternehmen mehr Verständnis für den persönlichen Wunsch nach mehr Zeit mit der Familie“, betonte Zwazl. Die für die Firmen daraus resultierenden Vorteile seien beispielsweise eine höhere Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen, bessere Teamarbeit und höheres Verantwortungsbewusstsein.

Zimmermann betonte angesichts der demographischen Entwicklung die Notwendigkeit, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, um Frauen das „Ja zum Kind“ zu erleichtern. Die wesentlichsten Faktoren seien in diesem Zusammenhang ein gutes Betriebsklima, moderne Aus- und Weiterbildungsstrukturen, offensives Kommunikationsverhalten, aber auch flexiblere Arbeitszeiten.

Nähere Informationen: Service-Team „Familie & Beruf“, Dr. Roswitha Straihammer, Telefon 02742/294-17470, www.familieberuf.at.


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