25.04.2007 | 12:19

Initiative „Alltagsradln“ soll NÖ zum „Radlland Nr. 1“ machen

Pröll, Plank: Radfahren soll im Alltag Selbstverständlichkeit werden

Neue landesweite Initiative für das „Alltagsradln“. Im Bild: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank.
Neue landesweite Initiative für das „Alltagsradln“. Im Bild: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank. © NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im NÖ Landhaus in St. Pölten informierten Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank heute, 25. April, über die neue landesweite Initiative „Alltagsradln“, für die in Kürze der offizielle Startschuss fallen soll.

Die NiederösterreicherInnen legen pro Jahr durchschnittlich „nur“ 184 Kilometer mit dem Fahrrad zurück, sie liegen damit bundesweit an dritter Stelle hinter den Vorarlbergern und Tirolern. „Wir wollen in diesem Ranking weiter nach vorne kommen und gleichzeitig den Radanteil am gesamten Verkehr von derzeit sieben Prozent verdoppeln“, betonte Pröll. Eine diesbezügliche erste Bilanz soll laut Landesrat Plank in fünf Jahren gezogen werden.

Die Initiative „Alltagsradln“, die in Form eines Netzwerks etwa mit dem Klimabündnis oder auch der Nahversorgung durchgeführt wird, basiert auf insgesamt vier Säulen. Erstens geht es um eine Bewusstseinsschaffung, die zu einem Umdenken und neuem Handeln der BürgerInnen führen soll. „Die Thematik soll aktualisiert und die Menschen sollen sensibilisiert und motiviert werden, einen Beitrag zum Klimaschutz und für die eigene Gesundheit zu leisten“, so Pröll. Landesrat Plank betonte dazu, dass der Satz „Wir radln das“ zu einer Selbstverständlichkeit werden soll. Zum zweiten gilt es, die notwendige Infrastruktur im Land bzw. in den Gemeinden aufzubauen. In diesem Zusammenhang wird etwa an Fahrrad-Abstellanlagen, Servicestationen, Umkleideräume und Duschen gedacht. Dabei will das Land selbst mit gutem Beispiel vorangehen; entsprechende Einrichtungen beispielsweise bei Krankenhäusern und Bezirkshauptmannschaften sind angedacht. Die dritte Säule betrifft bauliche Maßnahmen und damit die Gestaltung der Ortsdurchfahrten. „Binnen 15 Jahren sollen 1.500 Kilometer Ortsdurchfahrten mit dem Schwerpunkt, das Radfahren zu erleichtern, neu gestaltet werden“, meinte Pröll, der dem NÖ Straßendienst bereits einen entsprechenden Auftrag erteilt hat. Die vierte Säule umfasst die gezielte Betreuung in den Gemeinden. Allein im heurigen Jahr wird das Land den Gemeinden insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung stellen, damit sie ihre Fahrrad-Initiativen realisieren können.

Um die Städte und Gemeinden zusätzlich zu solchen Maßnahmen und Initiativen zu motivieren, wird zunächst ein Wettbewerb mit dem Titel „Radfahrerfreundliche Gemeinde“ ausgeschrieben. Die Einreichfrist für diesen Bewerb endet am 30. November; die Gemeinden können sich für ihr jeweiliges Projekt eine bis zu 50-prozentige Unterstützung der Umsetzungskosten erwarten. Das Land wird weiters diverse bewusstseinsfördernde Maßnahmen setzen; hier werden finanzielle Förderungen bis maximal 5.000 Euro in Aussicht gestellt. Zudem ist für den Sommer ein landesweiter Aktionstag geplant. Pröll: „Die NiederösterreicherInnen sollen mit offenen Augen durch die Gemeinden radeln und auch Lösungsvorschläge sammeln.“ Und es soll auch zur Einbindung lokaler Vereine, Schulen etc. kommen.

Im Zusammenhang mit der neuen Initiative wurde auch eine eigene Homepage eingerichtet. Diese kann ab heute unter www.radlland.at abgerufen werden und informiert im Detail über die Kampagne sowie über die damit in Zusammenhang stehenden Aktivitäten, Pläne und Veranstaltungen.


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