20.04.2007 | 13:06

Marchfeldmesse in Strasshof eröffnet

Pröll: Brücke zwischen Ökonomie und Ökologie

Der heutige Tag zeige, wie dynamisch die Wirtschaft in der Region wachse, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, 20. April, bei der Eröffnung der Marchfeldmesse in der Marktgemeinde Strasshof an der Nordbahn. In den rund drei Jahrzehnten des Bestehens dieser Messe habe sich sehr viel geändert. Der Fall des Eisernen Vorhanges sei dabei sowohl für die Republik Österreich als auch für das Bundesland Niederösterreich das Schlüsselereignis gewesen, vom Rand der freien Welt in die Mitte der freien Welt zu rücken. Entscheidend sei gewesen, erkannt zu haben, wo die Chancen der wirtschaftlichen Entwicklung im Marchfeld und in der gesamten Grenzregion liegen. Eine Zwischenbilanz zeige, dass unglaublich viel vorangegangen sei, es müsse aber auch noch Vieles geschehen, um die Standortqualität weiter zu heben und im nationalen sowie internationalen Konkurrenzfeld bestehen zu können.

Als wesentlichste Maßnahmen dabei nannte der Landeshauptmann an erster Stelle die Verkehrsinfrastruktur, weil gut ausgebaute Straßen und Schienen die wichtigste Voraussetzung für die Entwicklung der Wirtschaft seien: die A 5 Nordautobahn sei gestartet, der Marchegger Ast auf Schiene. Im Bezug auf die Marchfeldschnellstraße entspreche zwar der derzeitige Rahmenplan nicht den Wünschen des Marchfeldes und des Landes. Sobald aber der Widerstand gegen die Donauquerung der S 1 in der Lobau aufgegeben werde, werde „niederösterreichisch gehandelt“, auch wenn dafür viel Geld in die Hand genommen werden müsse. Im Interesse der Wirtschaft der Region müsse die Realisierung der Marchfeldschnellstraße so rasch als möglich vorangetrieben werden. Auch das qualifizierte Angebot an Mitarbeitern durch den im Oktober in Strasshof startenden Fachhochschul-Studiengang für Wirtschaftsingenieure werde unmittelbar der Region zugute kommen. Hinsichtlich der Probleme rund um die beiden Müllverbrennungsanlagen in Dürnkrut und Zistersdorf meinte der Landeshauptmann abschließend, es sei für ihn undenkbar, den Müll „kreuz und quer durchs Land zu führen“. Die Marchfeldmesse zeige dem gegenüber die beste Plattform für eine Brücke zwischen Ökonomie und Ökologie: Ökologisch zu wirtschaften bedeute auch ökonomisch zu wirtschaften.

Die Marchfeldmesse mit über 120 Ausstellern hat noch bis Sonntag, 22. April, geöffnet.

Nähere Informationen unter 0676/84 90 21 23, Mischa Fiala, e-mail office@marchfeld-messe.at.


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