17.04.2007 | 10:07

Pflege für Naturdenkmal bei Achau

Steppen-Veilchen und Zwerggrashüpfer statt Robinien

Im Rahmen eines vom NÖ Landschaftsfonds geförderten Projektes zur Pflege und Sicherung ausgewählter Naturdenkmäler wurde kürzlich mit der Umsetzung des vom Naturschutzbund NÖ erstellten Pflegeplans für das Naturdenkmal Achau begonnen. Bei diesem Naturdenkmal im Bezirk Mödling handelt es sich um ein Trockenrasenbiotop, das Teil eines überwiegend mit erhaltenswerten Halbtrockenrasen bewachsenen Grundstücks ist. Es stellt einen der letzten Reste der einst weit ausgedehnten Wiesen- und Hutweidelandschaft der „Feuchten Ebene“ dar, die sich vor rund 100 Jahren noch von Achau bis Wiener Neustadt erstreckte. Im Rahmen des Pflegeplanes wurden nun in einem ersten Schritt 50 Robinien entfernt, die vor einigen Jahren hier gepflanzt wurden und eine Gefahr für das seit 1988 als Naturdenkmal geltende Biotop darstellten.

In dem schützenswerten Biotop gedeihen seltene Pflanzenarten wie etwa der österreichweit vom Aussterben bedrohte Vorblattlose Bergflachs oder das Steppen-Veilchen. Auch seltene Tierarten wie der stark gefährdete Zwerggrashüpfer und die Rote Röhrenspinne sind hier beheimatet. Die Robinien haben den Trockenrasen und damit auch dessen Flora und Fauna insofern gefährdet, als sich diese Baumart oft durch Wurzelausläufer ausbreitet und damit langfristig zu einer nachhaltigen Veränderung des Standorts führt.

Um ein Nachtreiben der Robinien zu verhindern, mussten auch die Wurzelstöcke aus dem Boden entfernt werden. Die dabei entstandenen offenen Stellen wurden geglättet, damit sich der Trockenrasen ausbreiten kann. Auch die Wiesenmahd soll entsprechend ausgedehnt werden; es ist geplant, zumindest einen Teil der Fläche wieder in offene, regelmäßig gemähte Halbtrockenrasen zu verwandeln. Dadurch soll der Erhalt des Trockenrasenbiotops in Achau gewährleistet werden.

Nähere Informationen: Naturschutzbund NÖ, Telefon 01/402 03 94, e-mail noe@naturschutzbund.at.


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