16.04.2007 | 08:32

Adolf Frohner-Ausstellung in Hollabrunn eröffnet

Pröll: Haben neuen Zugang zu künstlerischem Schaffen gefunden

In Hollabrunn eröffnete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll kürzlich die Ausstellung „grenzART zeigt Frohner“, bei der frühe und grafische sowie noch nie zuvor gezeigte Werke des österreichischen Malers Adolf Frohner zu sehen sind. Die Initiative für diese Ausstellung, die bis 5. Mai besucht werden kann, ging vom Verein „grenzART“ aus, dessen Anliegen darin besteht, der Öffentlichkeit hochwertige Kunst im regionalen Bereich zugänglich zu machen.

Der Landeshauptmann dankte dem Verein „grenzART“, der als Privatinitiative ein zusätzliches Signal der kulturellen Aktivität und Buntheit in der Region gesetzt habe, für dessen Engagement und für die Organisation dieser Ausstellung. Seine Beziehung zu Adolf Frohner, der „mit Leib und Seele bekennender Niederösterreicher“ gewesen sei, bezeichnete der Landeshauptmann als von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt getragen. Der Weg, den Niederösterreich in kulturpolitischer Hinsicht gehe, indem man gemeinsam mit großen KünstlerInnen der Gegenwart etwas Bleibendes wie etwa das „Frohner Forum“ in Krems schaffe, sei nicht unumstritten, werde aber bewusst gegangen, da damit Chancen auch für künftige Generationen ergriffen und kulturtouristische Magneten für die kommenden Jahrzehnte geschaffen würden, so Pröll.

Den Hintergrund für die aktuelle Ausstellung in Hollabrunn, bei der Leihgaben des Landesklinikums Weinviertel Hollabrunn, der Stadtgemeinde Hollabrunn sowie einiger Privatpersonen gezeigt werden, stellt der unerwartete Tod Frohners im Jänner dieses Jahres dar. Mit der Ausstellung will „grenzART“ einen Einblick in das Werk des Malers gewähren.

Adolf Frohner wurde 1934 im niederösterreichischen Groß-Inzersdorf geboren. 1952 ging er nach Wien, wo er bis 1961 in verschiedenen Berufen tätig war. Als Gasthörer besuchte er damals auch die Akademie der Bildenden Künste. Ein Stipendium ermöglichte Froher dann einen Aufenthalt in Paris, in dessen Verlauf er der Kunst und insbesondere dem Kreis der „Nouveaux Realistes“ nahe kam. In der Folge entschloss Frohner sich, als freischaffender Künstler zu arbeiten. 1962 begründete er gemeinsam mit Hermann Nitsch und Otto Mühl den Wiener Aktionismus. Wenig später trennte Frohner sich aber von den Aktionisten. Nach seiner ersten aktionistischen Werkphase und den Materialbildern konzentrierte er sich zunehmend auf die reine Malerei und auf Zeichnungen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war Frohner auch als Kunstkritiker tätig. 1972 wurde er zum Professor an die Hochschule für angewandte Kunst berufen, wo er 1987 zum Dekan und von 1989 bis 1991 zum Prorektor gewählt wurde.

Nähere Informationen: www.grenzart.org.


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