13.04.2007 | 09:26

Niederösterreichische Erfindung hilft Drogenfahndern in ganz Europa

Exportanteil liegt bei 50 Prozent

Im Kampf gegen die Drogenkriminalität setzt die Polizei in der gesamten Europäischen Union auf eine Erfindung aus Niederösterreich. Mit einem neuartigen Drogentestlabor hat die Firma Dipromed aus Weigelsdorf im Bezirk Baden ein Verfahren entwickelt, mit dem sich selbst minimale Spuren eines Suchtmittels nachweisen lassen. Dieses neuartige System ist direkt vor Ort einsetzbar und liefert binnen weniger Minuten die Ergebnisse der Untersuchung. Das in einem Koffer verpackte mobile Testlabor kann pro Durchgang bis zu elf verschiedene Substanzen erkennen. Für einen Nachweis genügen wenige Substanzreste auf der zu untersuchenden Oberfläche.

Zu den Kunden des Unternehmens, das sieben Mitarbeiter beschäftigt, zählt neben der heimischen Drogenfahndung die Exekutive in ganz Europa, der Exportanteil liegt bei 50 Prozent. Zu den wichtigsten Auslandsmärkten zählen Belgien, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Finnland. Aber auch in Ungarn und in der Türkei greifen die Drogenfahnder schon seit Jahren auf die Erfindung aus Niederösterreich zurück.

Als aktuellen Exporterfolg wertet das Unternehmen ein Projekt der Polizei in Serbien. Im Kampf gegen Drogen geht die Exekutive dort in Schulen und informiert die Jugendlichen präventiv über die Gefahren von Suchtgift. Bei stichprobenartig durchgeführten Drogentests vertraut die serbische Polizei auf die erfolgreiche Innovation aus dem Industrieviertel.

Nähere Informationen: www.dipro.co.at.


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