11.04.2007 | 12:49

113.000 Kinder und Jugendliche leben unter der Armutsgrenze

Wanderausstellung sensibilisiert für dieses Thema

113.000 Kinder und Jugendliche leben in Österreich unter der Armutsgrenze. Eine Verankerung der UN-Kinderrechtskonvention aus dem Jahr 1989 in die Verfassung würde die gesetzliche Basis zu einer praktischen Umsetzung dieser Rechte im Alltag von Österreichs Kindern und Jugendlichen bringen. Die interaktive Ausstellung „Berührpunkt - Jugend ohne Netz“ der österreichischen Kinder- und Jugendanwaltschaften will jetzt für dieses Thema sensibilisieren.

In Österreich seien rund 460.000 Menschen, davon etwa ein Viertel Jugendliche und Kinder, von Armut betroffen, sagte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner heute in einem Pressegespräch. Erwerbslosigkeit, Probleme durch die Zuwanderung, Scheidungen oder ein zu geringes Haushaltseinkommen, all das könnte zur Armut führen. Gerade in Niederösterreich habe man sich aber bemüht, durch verschiedene, auch gesetzliche Maßnahmen - z. B. die NÖ Kinder- und Jugendanwaltschaft, die Abteilung Jugendwohlfahrt des Landes oder die Fachstelle für Suchtvorbeugung - die Armut zu bekämpfen. Auch in der Schule könne man, etwa durch SozialarbeiterInnen in „x-points“, die Kinder und Jugendlichen erreichen. Es gebe freilich kein Patentrezept gegen die Armut, so Mikl-Leitner, und es gebe auch eine große Scham, über Probleme, soziale und finanzielle Not zu diskutieren und Hilfe bzw. Unterstützung anzunehmen. Als „Leitfaden“ gegen die Armut nannte Mikl-Leitner „hinschauen, und nicht wegschauen“.

Die Ausstellung „Berührpunkt - Jugend ohne Netz“ ist bis 16. April von 9 bis 18 Uhr im St. Pöltner Regierungsviertel beim Klangturm zu sehen, danach wandert sie bis 27. Juni auf Initiative der österreichischen Kinder- und Jugendanwaltschaften durch die Landeshauptstädte.


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