11.04.2007 | 09:23

Landesklinikum St. Pölten als „Schmerzarmes Spital“

Schmerzbekämpfung vor, während und nach Operationen

Das Landesklinikum St. Pölten setzt auf „Schmerzarmes Spital“, ein Projekt, das von der NÖ Landeskliniken-Holding ins Leben gerufen wurde. Im Vordergrund steht dabei neben dem therapeutischen Angebot vor allem die optimale Schmerzbekämpfung vor, während und nach einer Operation. Daher wird schon bei operativen Eingriffen auf eine möglichst gewebeschonende Operationsmethode gesetzt; mit so genannten „minimal invasiven Methoden“ wie etwa der „Knopfloch-Chirurgie“ ist es möglich, Muskeln, Nerven und Blutgefäße weitgehend zu schonen. Auf diese Weise haben die PatientInnen weniger Schmerzen und erholen sich deutlich schneller von den Eingriffen. Häufig sind sie schon eine Woche nach dem Eingriff weitgehend beschwerdefrei.

Auch nach der Operation erlaubt die moderne Schmerztherapie ein vielfältiges Behandlungsspektrum, um das Schmerzgefühl zu senken. Hier arbeitet die Schmerzambulanz eng mit der Orthopädie zusammen, wobei je nach PatientIn und Art des Eingriffes eine individuelle Schmerztherapie erarbeitet wird. Das Angebot reicht von Mitteln, welche die Bildung von entzündungsfördernden Substanzen hemmen und eine abschwellende Funktion haben, über Mittel, die schmerzstillend wirken, und über Kombinationen von Mitteln, die über Bindungsstellen im Körper das Schmerzempfinden verändern, bis hin zum Einsatz von starken „Opioiden“. Notfalls kann auch eine Schmerzpumpe angewendet werden. Damit sind die PatientInnen in der Lage, sich selbst über Knopfdruck bei ansteigendem Schmerzgefühl eine Dosis zu verabreichen. Über einen Computer wird dabei verhindert, dass es zu einer Überdosis kommen kann. Eine andere schmerzstillende Variante ist beispielsweise die „Elektroakupunktur“, deren Vorteil in ihrer schmerzlindernden Funktion ganz ohne Nebenwirkungen auf innere Organe liegt.

Derzeit werden die vielfältigen Möglichkeiten der Schmerztherapie in einer eigenen Studie evaluiert. Damit soll künftig das Projekt noch weiter optimiert werden. Ziel ist es, den PatientInnen ein bestmögliches therapeutisches und orthopädisches Versorgungsangebot anzubieten, das den Schmerz nicht in seiner Funktion als Warnsignal unterbindet, ihn jedoch steuerbar und erträglich macht.

Nähere Informationen: Landesklinikum St. Pölten, Anton Feilinger, Telefon 02742/300-61020, e-mail anton.feilinger@stpoelten.lknoe.at.


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